Bayern

Obduktion enthüllt: Tödliche Schüsse bei Kontrolle

Zwei Tote nach Waffenkontrolle in der Oberpfalz – das Obduktionsergebnis enthüllt nun erschütternde Details.

13.10.2026, 14:31 Uhr

Obduktion nach tödlicher Attacke in der Oberpfalz abgeschlossen

Nach dem tödlichen Angriff auf zwei Beschäftigte einer Behörde bei einer Waffenkontrolle in der Oberpfalz liegt inzwischen das Ergebnis der Obduktion vor. Wie die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mitteilte, starben die 54-jährige Frau und ihr 45 Jahre alter Kollege jeweils an mehreren Schussverletzungen. Der 60 Jahre alte Verdächtige wird weiterhin in einem Krankenhaus behandelt.

Die beiden Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt in der Oberpfalz hatten den Mann am Donnerstag für eine unangekündigte Routinekontrolle an dessen Wohnhaus in Berngau aufsuchen wollen. Nach bisherigen Erkenntnissen besaß der 60-Jährige mehrere Schusswaffen legal. Die Ermittler prüfen weiterhin die Hintergründe der Tat sowie den genauen Ablauf.

Fall beschäftigt den Innenausschuss

Der Fall soll am Mittwoch auch im Innenausschuss des Bayerischen Landtags behandelt werden. Nach Angaben eines Sprechers will sich Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dort zu dem Vorfall äußern.

Wie das Innenministerium mitteilte, absolvierte der mutmaßliche Täter zwischen März 1988 und Februar 1991 eine Ausbildung bei der bayerischen Polizei. 1991 habe er den Polizeidienst in Bayern auf eigenen Wunsch verlassen.

Bei der Festnahme erlitt der deutsche Tatverdächtige schwere Verletzungen. Eine Vernehmung war bislang den Angaben zufolge noch nicht möglich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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