Bayern-Trainer Vincent Kompany fühlt sich in zentralen Fragen mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp auf einer Linie. Vor dem DFB-Pokalspiel des FC Bayern beim VfL Osnabrück am Mittwoch sprach Kompany von einem „sehr interessanten“ Austausch mit Klopp, der den Münchnern bereits rund um den Bundesliga-Auftakt einen Besuch abgestattet hatte.
Nach Kompanys Angaben drehte sich das Gespräch zur Hälfte um ihre bisherigen Duelle und zur Hälfte um kommende Aufgaben. In der Spielzeit 2023/24 trainierte der Belgier den FC Burnley in der Premier League, während Klopp noch an der Seitenlinie des FC Liverpool stand.
Treffen an der Säbener Straße
Kompany berichtete, er habe Klopp am Sonntag auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße getroffen. Zwar gebe es zwischen Nationalmannschaft und Vereinen mitunter Spannungen, sagte er, in seiner bisherigen Erfahrung sei das jedoch nicht der Fall gewesen. Beide Seiten verfolgten dasselbe Ziel: Deutschland solle sich erfolgreich qualifizieren, dafür brauche es die stärksten verfügbaren Spieler.
Klopp hatte schon am Freitagabend in der Allianz Arena gesessen, als Bayern das Eröffnungsspiel gegen den VfB Stuttgart mit 5:1 gewann. Seinen ersten Kader als Bundestrainer will er am 17. September bekanntgeben. Vier Tage später kommt die Auswahl in Herzogenaurach zusammen. Am 24. September steht dann in Amsterdam gegen die Niederlande Klopps erstes Spiel in der Nations League an. Die Europameisterschaft 2028 wird in Großbritannien und Irland ausgetragen.
Kompany mit einem Scherz Richtung DFB
Mit Blick auf große Turniere erinnerte Kompany daran, dass die Spieler im Sommer vor allem gesund und belastbar sein müssten. Entscheidend sei, dass sie zum richtigen Zeitpunkt fit seien und genügend Energie hätten, um mit Deutschland etwas Besonderes zu erreichen. Mit einem Lachen fügte der Belgier hinzu, das gelte natürlich nur, damit Deutschland am Ende im Finale gegen Belgien verliere.

Klopp hatte sich zuletzt auch sehr positiv über Kompany geäußert. Die Entscheidung der Bayern, ihn im Sommer 2024 als Trainer zu verpflichten, bezeichnete der Bundestrainer als mutig und zugleich äußerst klug. Kompany sei als Spieler Weltklasse gewesen und auf dem besten Weg, auch als Trainer dieses Niveau zu erreichen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber