Fußball

Pokalfinale eskaliert: Fans gehen auf DFB los

Pfiffe, Banner, Pyro: Beim Pokalfinale eskaliert der Frust gegen den DFB. Was hinter dem Protest im Olympiastadion steckt.

23.05.2026, 21:20 Uhr

Protest beim DFB-Pokalfinale

Mit einem gemeinsamen Protest haben die Anhänger des FC Bayern München und des VfB Stuttgart beim DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion ihren Ärger über den Deutschen Fußball-Bund deutlich gemacht. In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit richteten sich Sprechchöre und zahlreiche Transparente gegen den Verband.

Den Höhepunkt der abgestimmten Aktion bildete der Einsatz großer Mengen Pyrotechnik in beiden Fanblöcken. Unmittelbar nach dem 1:0 der Bayern durch Harry Kane musste die Partie deshalb vorübergehend unterbrochen werden.

Wegen der dichten Rauchschwaden konnte Schiedsrichter Sven Jablonski das Spiel erst einige Minuten später fortsetzen. Per Stadiondurchsage wurden Zuschauer mit Augenreizungen oder anderen gesundheitlichen Beschwerden aufgefordert, sich an Sanitäter oder medizinisches Personal zu wenden.

Zuvor war ein großes Banner mit einem durchgestrichenen DFB-Logo einmal durch den Unterring des Stadions getragen worden. Darauf standen die Worte „Kläger, Richter, Henker“. Die Kritik der Fans richtete sich nach eigener Darstellung nicht nur gegen die hohen Eintrittspreise, sondern auch gegen die aus ihrer Sicht unverhältnismäßige Rechtsprechung des Verbandes bei Fanvergehen.

Der DFB reagierte im Anschluss auf die Vorkommnisse. Der Verband erklärte, man freue sich über eine lebendige Fankultur. Diese dürfe jedoch nicht dazu führen, dass die Kurven über Spielunterbrechungen oder sogar Spielabbrüche entschieden. Alles Weitere solle nach dem Pokalfinale beraten und aufgearbeitet werden, zunächst solle der Sport im Mittelpunkt stehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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