Fußball

Owen-Kracher: Kane zu gut für Bundesliga?

Großes Lob für Kane – doch sein Bayern-Wechsel war laut Ex-Star ein Fehler. Der brisante Grund: Die Bundesliga sei zu schwach.

29.06.2026, 16:32 Uhr

Michael Owen hält Harry Kane für den besten Stürmer, den England je hervorgebracht hat. Den Schritt zum FC Bayern sieht der frühere Nationalspieler allerdings kritisch. In seiner Kolumne für die Daily Mail schrieb Owen, Kane sei in seiner Entwicklung eigentlich über die Bundesliga hinaus. Besonders lobte er dessen ausgereifte Spielweise: Kane lasse sich klug ins Mittelfeld fallen, stoße Angriffe an und vollende sie oft selbst.

Mit dem Niveau der Bundesliga geht Owen hart ins Gericht. Seit Kane in München spielt, verfolge er die Liga zwar genauer, doch abgesehen von den Bayern sei das Gesamtbild aus seiner Sicht eher durchschnittlich. Woche für Woche spiele Kane in einer Mannschaft, die Ballbesitz und Spiel kontrolliere und sich zahlreiche Chancen erarbeite. Auch mögliche Meistertitel mit Bayern bewertet Owen daher nur eingeschränkt, weil der Klub diese Trophäe ohnehin fast regelmäßig gewinne.

Owen: Ein Wechsel nach Manchester wäre die größere Herausforderung gewesen

Aus Owens Sicht wäre es für Kane bedeutender gewesen, zum besten Torjäger der Premier-League-Geschichte aufzusteigen. Nach dem Ende seines Vertrags bei Tottenham hätte er sich seinen neuen Verein frei aussuchen können. Owen ist überzeugt, dass vor allem Manchester United alles versucht hätte, um ihn zu verpflichten. Seiner Meinung nach wäre sogar ein früherer Wechsel zu Manchester City denkbar gewesen – noch bevor Erling Haaland dort unterschrieben hatte.

Trotz dieser Kritik betont Owen seine große Anerkennung für Kane. Während manche Profis von außergewöhnlicher Schnelligkeit oder besonderer Athletik lebten, liege Kanes größte Stärke im Kopf. Für Owen ist dessen Erfolg kein Zufall, sondern das Ergebnis harter, bewusster Arbeit. Kane habe sich seinen Weg selbst aufgebaut.

Mit inzwischen 82 Toren ist Kane Englands Rekordschütze. Beim 2:0 im letzten WM-Gruppenspiel gegen Panama erzielte er zudem seinen elften Treffer bei Weltmeisterschaften und zog damit endgültig an Gary Lineker vorbei, der zehn WM-Tore erzielt hatte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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