Fußball

Kovac im Fall Kompany: «Das nimmt man mit nach Hause»

Nach Kompanys Kollaps spricht Kovac plötzlich schonungslos über den Trainerjob – seine Aussagen lassen aufhorchen.

26.10.2026, 14:03 Uhr

Kovac spricht nach Kompany-Vorfall über die Belastung im Trainerberuf

Borussia-Dortmund-Coach Niko Kovac hat nach dem Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany die enorme mentale Beanspruchung des Jobs thematisiert. Der 55-Jährige machte deutlich, dass Trainer ihre Aufgaben und Sorgen nicht einfach im Stadion lassen könnten. Man nehme die Probleme mit nach Hause, denke ständig darüber nach, was verbessert werden könne, und könne sich davon kaum lösen.

Kompany brach am Freitag zusammen

Kovac kennt die Münchner Verhältnisse aus eigener Erfahrung: Er betreute den FC Bayern von Sommer 2018 bis November 2019 und steht seit Januar 2024 in Dortmund an der Seitenlinie.

Kompany war am Freitag kollabiert, als er nach dem Abschlusstraining für die Partie gegen den SC Freiburg eine Einheit der Bayern-Amateure verfolgte. Ein Notarzt musste eingreifen. Ob ein vorausgegangener Infekt direkt mit dem Vorfall zusammenhängt, ist bislang unklar. Zunächst übernimmt Aaron Danks die Aufgaben des 40-jährigen Belgiers an der Seitenlinie.

Kovac beschreibt die Härte des Geschäfts

Schon am Wochenende hatte sich Kovac zu dem Thema geäußert und betont, dass Kompany nun vor allem Ruhe brauche. Vor dem DFB-Pokalspiel von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen an diesem Dienstag (20.45 Uhr, ZDF und Sky) sprach er erneut offen über den Druck im Traineralltag.

Gerade im Abstiegskampf sei die Belastung enorm, sagte Kovac. Doch auch an der Spitze sei der Druck groß, weil dort nahezu ständig Siege erwartet würden – ein Anspruch, der kaum dauerhaft zu erfüllen sei. Der Trainerjob sei insgesamt äußerst intensiv und werde zusätzlich durch Einflüsse von außen weiter angeheizt.

Bayerns Sportvorstand Max Eberl hatte nach dem 3:1 gegen Freiburg am Sonntag erklärt, man wolle Kompany nun zunächst einfach in Ruhe lassen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen