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Ebola-Fall aus Nigeria in die Schweiz evakuiert

Ebola-Fall aus Nigeria in die Schweiz gebracht – doch in welche Klinik die Patientin kommt, bleibt vorerst geheim.

26.10.2026, 13:59 Uhr

Die erste in Nigeria registrierte Ebola-Patientin ist zur weiteren Behandlung in die Schweiz gebracht worden. Das bestätigten sowohl der nigerianische Gesundheitsminister Muhammad Ali Pate als auch Schweizer Behörden. Nach Angaben Pates verließ die Schweizerin am Montagmorgen mit seiner Zustimmung die Hauptstadt Abuja an Bord eines speziell ausgerüsteten Flugzeugs. Begleitet wurde sie von ihrem Ehemann, einem Schweizer Diplomaten. Der Transport erfolgte unter strengen Schutzvorkehrungen.

Die Patientin wird nun im Universitätskrankenhaus Genf behandelt. Ihr Ehemann wurde als Kontaktperson im Universitätskrankenhaus Zürich isoliert, teilte das Schweizer Bundesamt für Gesundheit mit. Für die Bevölkerung in der Schweiz bestehe keine Gefahr. Beide Kliniken verfügten über die notwendige Infrastruktur und entsprechend geschultes Personal für den Umgang mit Erkrankungen wie Ebola.

Laut Pate hat sich der Gesundheitszustand der Frau klinisch deutlich verbessert. Sie sei stabil, bei Bewusstsein und könne kommunizieren. Zugleich betonte der Minister, dass sie weiterhin ansteckend sein könne.

Genauer Ort der Infektion noch nicht bekannt

Nigeria hatte am 20. Oktober den ersten Ebola-Fall des Landes bestätigt. Die Patientin, die Berichten zufolge in Uganda geboren wurde, war nach Angaben der Gesundheitsbehörde Africa CDC mit dem Flugzeug aus Uganda eingereist.

Uganda grenzt im Westen an die Demokratische Republik Kongo, wo seit Mitte Mai knapp 10.000 Ebola-Fälle und fast 5.000 Todesfälle gemeldet wurden. Wo sich die Frau genau infiziert hat, ist laut Africa CDC weiter Gegenstand von Untersuchungen.

In Uganda wurden seit Beginn des aktuellen Ausbruchs insgesamt 20 bestätigte Ebola-Fälle registriert, die auf einen Patienten aus dem Kongo zurückgeführt wurden. Zwei Menschen starben. Ende August erklärte Uganda den Ausbruch jedoch für beendet, nachdem 42 Tage lang keine Neuinfektion festgestellt worden war.

Auch im ostafrikanischen Kenia, das ebenfalls an Uganda grenzt, gibt es derzeit aktive Ebola-Fälle. Der erste Erkrankte war aus dem Kongo über Uganda nach Kenia gereist. In der Hauptstadt Nairobi sind aktuell neun Infektionen bekannt, darunter zwei mit tödlichem Ausgang.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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