Fußball

Pokal-Sensation? Aspach vor historischem Coup gegen Augsburg

Trotz 1:7-Dämpfer träumt Großaspach vom Pokal-Coup gegen Augsburg – für Ex-FCA-Profi Schieber ist es ein ganz besonderes Duell.

26.10.2026, 12:46 Uhr

Großaspach fiebert Pokalduell mit Augsburg entgegen

Trotz der misslungenen Generalprobe ist die Vorfreude bei der SG Sonnenhof Großaspach auf das anstehende DFB-Pokalspiel ungebrochen. Vor dem Zweitrundenduell gegen den FC Augsburg am Dienstag um 18.00 Uhr betonte Sportchef Julian Schieber, dass die Partie schon jetzt in und um den Verein für große Aufmerksamkeit sorge. Für den Drittligisten ist das Erreichen der zweiten Runde bei der vierten Pokal-Teilnahme ein Novum – nun soll die nächste Überraschung folgen.

Schieber zeigte sich zufrieden mit dem Los. Mit Augsburg komme ein Bundesligist nach Aspach, der nicht nur auf eine lange Tradition verweisen könne, sondern in dieser Saison bereits mehrfach überzeugt habe. Dabei verwies er auch auf das 2:2 der Fuggerstädter gegen den FC Bayern München vor einigen Wochen.

In Runde eins hatte sich Großaspach im Elfmeterschießen gegen Arminia Bielefeld durchgesetzt. In der Liga ist die Lage jedoch deutlich angespannter. Der Aufsteiger steckt mitten im Kampf um den Klassenverbleib, verschärft durch das deutliche 1:7 beim SV Wehen Wiesbaden am vergangenen Samstag. Schieber erklärte, eine solche Niederlage könne passieren, wenn man nicht an die eigene Leistungsgrenze komme und der Gegner seine Chancen konsequent nutze. Für das Pokalspiel wolle man sich davon aber nicht aus der Bahn werfen lassen.

Besonderes Wiedersehen für Julian Schieber

Gegen Augsburg soll die Mannschaft von Beginn an mutig auftreten und möglichst schnell Zugriff auf das Spiel bekommen. Für Schieber ist die Begegnung auch persönlich besonders, denn der FCA war seine letzte Station als Profi.

Julian Schieber
Sportlicher Leiter in Aspach: Ex-Stürmer Julian Schieber. (Archivbild) Quelle: Ilkay Karakurt/dpa

Unter dem damaligen Trainer Manuel Baum lief der frühere Bundesliga-Stürmer selbst für Augsburg auf. Mit Spielern wie Jeffrey Gouweleeuw und Michael Gregoritsch stand er dort noch gemeinsam auf dem Platz. Entsprechend groß sei die Freude auf das Wiedersehen.

Schieber war 2018 nach Stationen beim VfB Stuttgart, dem 1. FC Nürnberg, Borussia Dortmund und Hertha BSC zum FCA gewechselt. Seine Zeit in Augsburg verlief allerdings wenig glücklich: Nach seiner Ausbootung beendete er 2021 seine Karriere. Rückblickend räumte der 37-Jährige ein, dass ihn das damals getroffen habe. Inzwischen sei das Kapitel jedoch abgeschlossen, das Verhältnis zum Verein weiterhin gut. Im Mittelpunkt stehe ohnehin nicht seine persönliche Geschichte, sondern das wohl bedeutendste Spiel der Vereinsgeschichte von Großaspach.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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