Fußball

Kompany verrät: Das reizt ihn an der Wiesn

Wiesn-Hammer bei Bayern: Erstmals kein Pflichtspiel in der Oktoberfest-Zeit – und genau das feiert Kompany besonders.

17.09.2026, 12:04 Uhr

Kompany freut sich auf Wiesn-Pause – Bayern diesmal ohne Pflichtspiel im Oktoberfest

Beim FC Bayern ist zur diesjährigen Wiesn vieles anders als gewohnt: Erstmals in der Bundesliga-Geschichte bestreitet der Rekordmeister während des Oktoberfests kein Bundesligaspiel. Durch den veränderten Länderspiel-Kalender sind viele Münchner Profis nach dem traditionellen Mannschaftsbesuch schon wieder mit ihren Nationalteams unterwegs.

Vincent Kompany kann der neue Ablauf jedoch einiges abgewinnen. Für den 40-Jährigen kommt die Terminierung sehr gelegen. Nach dem Heimspiel gegen Union Berlin am Freitagabend liegt der Fokus zunächst klar auf drei Punkten. Danach steht am Sonntag der traditionelle Wiesn-Besuch der Mannschaft an, ehe die Nationalspieler abreisen.

Kompany will mit einer Maß die Länderspiele verfolgen

Kompany kündigte an, sich die Partien der Nationalteams entspannt auf der Wiesn anschauen zu wollen. Besonders gespannt sei er darauf, wie sich Deutschland mit den jungen Spielern, neuer Energie und der veränderten Motivation präsentiere. Das neue Kapitel unter Bundestrainer Jürgen Klopp werde von den Nationalspielern mit großer Begeisterung angegangen.

Für den Bayern-Coach ist die Konstellation nahezu ideal: erst volle Konzentration auf Union, dann reisen die Spieler zu ihren Auswahlteams, während er selbst mit seinem Trainerstab und der Familie Zeit auf der Wiesn verbringen kann. Noch besser hätte ihm nach eigener Einschätzung nur gefallen, wenn auch die Abstellungsperiode im November direkt an diese Pause angeschlossen worden wäre.

Kein einziges Bayern-Pflichtspiel während der 191. Wiesn

Weil die Partie gegen Union bereits am Vorabend des Wiesn-Anstichs stattfindet und wegen der Länderspielpause auch weder in der Champions League noch im DFB-Pokal Spiele anstehen, hat Bayern während des gesamten 191. Oktoberfests kein Pflichtspiel. Nach der Begegnung mit Union geht es für die Münchner erst am 10. Oktober beim FC Augsburg weiter.

Vorstandschef Jan-Christian Dreesen betonte dennoch, dass zum Wiesn-Start zumindest ein Stück Bayern-Gefühl erhalten bleibe. Auf den traditionellen Besuch mit dem Team am Sonntag freue man sich sehr.

Hainer bleibt trotz Platz vier gelassen

Sportlich will Bayern gegen die bislang enttäuschend gestarteten Berliner mit einem Heimsieg zumindest vorübergehend nach ganz oben klettern. Präsident Herbert Hainer sieht die aktuelle Platzierung gelassen. Der vierte Rang hinter dem SC Freiburg, Borussia Dortmund und Augsburg sei für ihn derzeit kein Problem. Entscheidend sei, dass Bayern am Ende der Saison ganz vorne stehe. Vom Potenzial der Mannschaft zeigte er sich überzeugt.

Gnabry vor Comeback – Kane vor besonderer Marke

Personell kann Kompany gegen Union aus dem Vollen schöpfen. Der komplette Kader steht zur Verfügung. Auch Serge Gnabry, der wegen einer Adduktorenverletzung die WM verpasst hatte und zuletzt noch nicht einsatzfähig war, könnte sein Comeback feiern.

Kompany lobte Gnabrys Flexibilität, der sowohl auf der Zehnerposition als auch auf dem Flügel stark agieren könne. Bei dessen Rückkehr habe man bewusst Geduld bewiesen, bis der Offensivspieler selbst das Signal gegeben habe, sich wieder gut zu fühlen. Deshalb rechnet der Trainer damit, dass Gnabry gegen Union Einsatzminuten erhält.

Auch für Harry Kane könnte der Abend besonders werden: Der Angreifer steht vor seinem 100. Bundesliga-Tor.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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