Kompany traut Urbig die Zukunft als deutsche Nummer eins zu
Bayern-Coach Vincent Kompany ist überzeugt, dass Jonas Urbig früher oder später zum Stammtorhüter der deutschen Nationalmannschaft aufsteigen wird. Wer daran zweifle, liege aus seiner Sicht falsch. Für Kompany steht fest, dass der 23-Jährige eines Tages die Nummer eins im DFB-Team sein werde. Den genauen Zeitpunkt werde allerdings Bundestrainer Jürgen Klopp bestimmen – ob schon bald oder erst in einigen Jahren.
Beim FC Bayern als Neuer-Nachfolger aufgebaut
In München ist Urbig derzeit hinter Manuel Neuer die Nummer zwei. Langfristig soll er den langjährigen Bayern-Kapitän im Tor beerben. Kompany betonte, dass die Situation für Ersatztorhüter besonders sei, wenn vor ihnen einer der besten Keeper der Fußballgeschichte stehe. Deshalb müsse man als Fußballnation Talente wie Urbig behutsam fördern und gezielt entwickeln. Genau zu dieser Kategorie gehöre der junge Torwart.
Klopp setzt zum Start auf einen XXL-Kader
Für seine ersten Länderspiele als Bundestrainer hat Klopp ein außergewöhnlich großes Aufgebot zusammengestellt. Insgesamt umfasst der Kader für den Beginn der Nations League 44 Spieler. Darunter befinden sich noch 16 Akteure aus dem WM-Aufgebot sowie 16 Profis, die bislang noch kein A-Länderspiel bestritten haben. Nach den ersten zwei von insgesamt vier Begegnungen soll es weitgehend einen personellen Wechsel geben.
Kompany begrüßte diese Planung auch mit Blick auf die Bayern-Profis. Er kündigte an, die Rückkehrer sinnvoll zu entlasten, damit einige Spieler auch etwas Erholung bekommen. Vor allem Jamal Musiala und Serge Gnabry sollen nach ihren Ausfallzeiten wieder Spielrhythmus sammeln. Auch Lennart Karl steht wie Gnabry im Aufgebot, nachdem beide die Weltmeisterschaft verletzungsbedingt verpasst hatten.

Große Vorfreude der Bayern-Profis auf das neue DFB-Kapitel
Im deutschen Tor soll laut Klopp zunächst Rückkehrer Marc-André ter Stegen im ersten Spiel gegen die Niederlande beginnen. Urbig könnte wenig später am 1. Oktober in München gegen Serbien zu seinem Debüt im Nationaltrikot kommen. Insgesamt ist der FC Bayern mit vielen Spielern im DFB-Kader vertreten.
Kompany zeigte sich darüber sehr zufrieden. Es sei positiv, dass so viele Münchner nominiert worden seien – auch weil manche im Nationalteam noch etwas nachzuholen hätten. Bei den deutschen Bayern-Profis spüre er eine große Motivation, sich wieder zu zeigen. Mit Jürgen Klopp beginne nun für alle Beteiligten ein neues Kapitel in der Nationalmannschaft.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber