Ter Stegen startet unter Klopp als deutsche Nummer eins
Marc-André ter Stegen wird im ersten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft unter Bundestrainer Jürgen Klopp im Tor stehen. Bei der Vorstellung seines Kaders in Frankfurt sagte Klopp, der 34-Jährige sei wieder fit und verfüge über die nötige Routine. Für ter Stegen eröffnet sich damit womöglich doch noch die Chance auf einen versöhnlichen Abschluss seiner bislang oft unglücklichen DFB-Laufbahn.
Über viele Jahre stand der Keeper im Schatten des inzwischen zurückgetretenen Manuel Neuer. Hinzu kamen immer wieder Verletzungen. Im Sommer musste ter Stegen wegen einer Oberschenkelverletzung sogar das erste große Turnier verpassen, bei dem er eigentlich als Stammtorwart vorgesehen war.
Der frühere Schlussmann des FC Barcelona und von Borussia Mönchengladbach ist seit diesem Sommer für Ajax Amsterdam im Einsatz. Klopp betonte, ter Stegen sei nach wie vor derselbe starke Torhüter wie vor seinen Verletzungsphasen.
Keine feste Garantie für den Stammplatz
Eine dauerhafte Zusage für die Nummer eins wollte Klopp jedoch nicht geben. Entscheidend sei am Ende stets die Leistung. Deutschland verfüge insgesamt über mehrere herausragende Torhüter, erklärte der neue Bundestrainer.
Oliver Baumann gehört diesmal nicht zum Aufgebot. Klopp begründete das damit, dass er auf der erfahrenen Position auf ter Stegen setze und dahinter bewusst der nächsten Torhüter-Generation Raum geben wolle. Baumann war zuletzt in der WM-Qualifikation regelmäßiger Ersatzkeeper und musste beim großen Turnier erneut hinter Neuer zurückstehen.

Ter Stegen gehört zum ersten Teil des zweigeteilten Kaders und soll in den Begegnungen in den Niederlanden am 24. September sowie drei Tage später gegen Griechenland in Augsburg im Aufgebot stehen. Danach ist ein personeller Wechsel geplant.
Debütant könnte im Oktober seine Chance erhalten
Für die Partien gegen Serbien am 1. Oktober und anschließend in Griechenland am 4. Oktober dürfte dann ein neuer Torwart zwischen den Pfosten stehen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Bayern-Talent Jonas Urbig, der bei der WM bereits als Trainingstorwart dabei war und als Perspektivspieler für die Zukunft angesehen wird.
Auch Noah Atubolu von Eintracht Frankfurt und Finn Dahmen vom FC Augsburg warten noch auf ihr erstes A-Länderspiel. Den Abschluss der vier Nations-League-Spiele bildet am 4. Oktober das Rückspiel der deutschen Auswahl in Thessaloniki gegen Griechenland.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber