Fußball

Bayern-Hammer: Freund bleibt länger

Bayern macht Nägel mit Köpfen: Freund verlängert – und bekommt weiter viel Macht bei den Transfer-Deals.

16.09.2026, 16:32 Uhr

FC Bayern bindet Christoph Freund langfristig

Der FC Bayern München hat den Vertrag mit Sportdirektor Christoph Freund vorzeitig verlängert. Wie der Rekordmeister bekanntgab, läuft das Arbeitspapier des Österreichers nun bis zum 30. Juni 2029. Ursprünglich war die Vereinbarung noch bis Sommer 2027 gültig.

Damit schaffen die Münchner nach den Vertragsverlängerungen von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl, die ebenfalls bis Ende Juni 2029 gebunden sind, weitere Klarheit in der Führungsetage.

Dreesen lobte Freunds Bedeutung für den sportlichen Bereich ausdrücklich. Bei allen wichtigen sportlichen Entscheidungen nehme er eine Schlüsselrolle ein, sagte der Vorstandschef. Zudem hob er hervor, dass Freund die Erwartungen in den vergangenen Jahren nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen habe.

Freund spricht von einer Herzensangelegenheit

Freund war im Sommer 2023 von Red Bull Salzburg nach München gekommen. Mit seiner Verpflichtung regelte der FC Bayern damals die Nachfolge von Hasan Salihamidzic. Seither arbeitet Freund maßgeblich an der Kaderplanung und an den Transferaktivitäten des deutschen Meisters mit.

In einer Mitteilung zeigte sich der 47-Jährige sehr zufrieden über die Verlängerung. Er freue sich darauf, auch künftig seinen Beitrag zur Weiterentwicklung des Vereins zu leisten. Dass es zu einer Ausweitung des Vertrags kommen würde, hatte sich zuletzt bereits angedeutet, nachdem sich unter anderem Max Eberl und Präsident Herbert Hainer entsprechend positiv geäußert hatten.

FC Bayern München
Verantwortlich für die Bayern-Profis: Sportdirektor Christoph Freund (links), Sportvorstand Max Eberl (Mitte) und Trainer Vincent Kompany. (Archivbild) Quelle: Sven Hoppe/dpa

Erfolgreiche Talentarbeit aus Salzburg

Vor seinem Wechsel nach München war Freund seit 2015 als Sportdirektor in Salzburg tätig. Dort machte er sich vor allem mit einem starken Gespür für Talente einen Namen. Gemeinsam mit seinem Scouting-Team gelang es ihm immer wieder, junge Spieler früh zu entdecken, weiterzuentwickeln und später gewinnbringend zu verkaufen.

Als bekanntestes Beispiel gilt Erling Haaland, der über Salzburg und Borussia Dortmund schließlich zu Manchester City wechselte und dort zum Weltstar wurde. Auch Sadio Mané sowie Nationalspieler Karim Adeyemi gehören zu den prominenten Namen, die aus dem Salzburger System hervorgingen.

Nachwuchsförderung als wichtige Aufgabe in München

Genau diese Kompetenz soll Freund auch beim FC Bayern einbringen. Ein zentraler Bestandteil seiner Arbeit ist die Entwicklung junger Spieler. Sein Ziel ist es, Talente so zu fördern, dass sie ihr höchstmögliches Niveau erreichen.

Dabei geht es nicht ausschließlich darum, jeden Nachwuchsspieler für die erste Mannschaft der Bayern aufzubauen. Vielmehr sieht Freund es auch als Erfolg, wenn sich junge Profis so gut entwickeln, dass sie später in der Bundesliga oder in anderen starken Ligen eine wichtige Rolle spielen können.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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