Fußball

Klopp verrät: Hier fehlt der DFB-Elf noch der Griff

Klopp feiert Deutschlands WM-Form – warnt aber vor Schwächen. Und verrät, was er von Rotation gegen Ecuador hält.

24.06.2026, 18:44 Uhr

Klopp sieht starke deutsche Mannschaft – mit Luft nach oben in der Defensive

Jürgen Klopp zeigt sich mit den bisherigen Auftritten der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM zufrieden. Vor allem das spielerische Niveau gefällt dem früheren Trainer von Liverpool und Dortmund. Bei einem Besuch im Adidas „Home of Soccer“ in New York erklärte der 59-Jährige, dass Deutschland fußballerisch überzeugt und im Spiel nach vorn verschiedene Lösungen anbiete. Verbesserungsbedarf sieht er allerdings noch in der Defensive. Gelinge es, dort noch mehr Stabilität zu entwickeln, sei bei diesem Turnier vieles möglich.

Viel Lob für den Zusammenhalt im Team

Besonders beeindruckt ist Klopp vom Geist innerhalb der Mannschaft. Der ausgelassene Jubel nach dem späten 2:1-Erfolg im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste sei für ihn ein deutliches Zeichen gewesen, wie eng die Mannschaft zusammensteht. Genau diese Energie müsse das Team nun in die K.o.-Runde mitnehmen. Dort werde der Druck noch einmal deutlich größer – allerdings gelte das für alle Nationen. Einen klaren Favoriten auf den Titel wollte Klopp noch nicht ausmachen.

Auch Sami Khedira lobte die Mentalität des DFB-Teams. Der Weltmeister von 2014 sprach bei einem Medientermin am Hudson River von einer starken Widerstandsfähigkeit und würdigte zudem Bundestrainer Julian Nagelsmann ausdrücklich.

Rotation gegen Ecuador? Entscheidung liegt bei Nagelsmann

Mit Blick auf das abschließende Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) wollte Klopp keine Empfehlung aussprechen, ob Nagelsmann nach dem bereits gesicherten Gruppensieg rotieren sollte. Er betonte, dass niemand die Mannschaft besser kenne als der Bundestrainer selbst. Deshalb sei er überzeugt, dass Nagelsmann die passende Entscheidung treffen werde.

WM 2026 - New York
Jürgen Klopp (r.) beim Plausch mit 2014er-Weltmeister Sami Khedira. Quelle: Federico Gambarini/dpa

Klopp verwies darauf, dass es für jede Variante gute Gründe gebe. Gleichzeitig warnte er davor, Ecuador zu unterschätzen. Die Südamerikaner stünden unter großem Druck und hätten bislang ordentlich gespielt, auch wenn sie ihre Chancen noch nicht konsequent genutzt hätten. Darauf dürfe sich Deutschland nicht verlassen.

Grundsätzlich sei er zwar ein Befürworter von Rotation, sagte Klopp weiter. Allerdings sei seine eigene Erfahrung nicht mit einer Weltmeisterschaft vergleichbar, sondern vor allem mit der Premier League und Pokalwettbewerben. Ihm sei es dabei nie nur ums Schonen gegangen, sondern darum, mit frischen Spielern die bestmögliche Elf auf den Platz zu bringen. Auch gegen Ecuador werde Deutschland aus seiner Sicht auf Sieg spielen wollen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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