Hamburger Halbmarathon wegen extremer Hitze abgesagt
Der für Sonntag geplante Hamburger Halbmarathon findet nicht statt. Wie die Veranstalter mitteilten, wurde das Rennen angesichts der erwarteten hohen Temperaturen abgesagt. Für die Veranstaltung hatten sich rund 24.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer registriert. Ein Ersatztermin im Laufe des Jahres soll noch bekanntgegeben werden.
Auf der Internetseite des Events bezeichneten die Organisatoren den Schritt als wohl schwierigste Entscheidung in der Geschichte der Veranstaltung. Zuvor hatte bereits die „Zeit“ über die Absage berichtet.
Der Ausrichter BMS Die Laufgesellschaft mbH erklärte, nach einer eingehenden Bewertung der Wetterprognosen sowie nach Gesprächen mit Fachleuten, Behörden und Partnern sei entschieden worden, den 32. hella hamburg halbmarathon nicht wie vorgesehen am 28. Juni 2026 stattfinden zu lassen.
Als Grund nannten die Verantwortlichen vor allem mögliche Belastungen für Rettungsdienste und Einsatzkräfte. Trotz eines umfassenden Sicherheitskonzepts könne derzeit nicht sicher ausgeschlossen werden, dass wegen der Hitze vermehrt medizinische Hilfe benötigt werde und dadurch auch die allgemeine Versorgung der Bevölkerung beeinträchtigt werden könnte. Für das Wochenende werden in Hamburg Temperaturen von bis zu 37 Grad erwartet.
Bezirksamt begrüßt die Entscheidung
Der Leiter des zuständigen Bezirks Hamburg-Mitte, Ralf Neubauer, nannte die Absage eine sehr vernünftige Maßnahme. Gegenüber der „Zeit“ sagte er, bei solchen Temperaturen müssten unnötige Risiken konsequent vermieden werden.
Noch wenige Tage zuvor hatte der Veranstalter angekündigt, die Zahl der Wasserstationen auf der 21,1 Kilometer langen Strecke von üblicherweise drei bis vier auf sieben zu erhöhen. Zusätzlich waren Duschen, Wasserbecken und Trinkwasserangebote geplant. Ein Sponsor wollte zudem mehr als 100.000 Liter Getränke bereitstellen. Durch die Absage werden diese Maßnahmen nun nicht benötigt.
BMS-Geschäftsführer Steven Richter betonte, die Entscheidung sei äußerst schwer gefallen. Dennoch sei man überzeugt, dass sie aus Sicherheitsgründen notwendig gewesen sei.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber