Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp will am 17. September seinen ersten Kader für die Nationalmannschaft vorstellen. Bei der Pressekonferenz auf dem DFB-Campus in Frankfurt wird erwartet, dass der Nachfolger von Julian Nagelsmann auch personell klare Veränderungen nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft vornimmt. Das DFB-Team war in den USA bereits im Sechzehntelfinale an Paraguay gescheitert. Der erneute Misserfolg bei einer WM hatte schließlich den Trainerwechsel beim DFB zur Folge.
Vier Tage nach der Kadernominierung bittet Klopp seine Auswahl im DFB-Quartier in Herzogenaurach zusammen. Sein erstes Spiel als Bundestrainer steht dann am 24. September an: Zum Auftakt der Nations-League-Gruppenphase trifft Deutschland in Amsterdam auf den alten Rivalen Niederlande.
Auftakt in Amsterdam
Klopp hatte bei seinem offiziellen Amtsantritt am 15. August betont, dass er die Aufgabe „voller Optimismus“ angehe. Sein Ziel sei es, Länderspiele wieder zu etwas Besonderem zu machen – für die Spieler ebenso wie für die Zuschauer.
Gleich in der ersten Länderspielphase wartet ein dichtes Programm mit vier Nations-League-Spielen. Nach dem Duell mit den Niederlanden folgen die ersten Heimauftritte unter Klopp: am 27. September in Augsburg gegen Griechenland und am 1. Oktober in München gegen Serbien. Den Abschluss bildet am 4. Oktober in Thessaloniki das Rückspiel gegen die Griechen.
Verjüngung im Fokus
Nach der WM in Kanada, Mexiko und den USA hat bislang nur Manuel Neuer mit 40 Jahren seinen endgültigen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Dennoch spricht vieles dafür, dass Klopp auf einige weitere erfahrene WM-Spieler verzichten wird. Dazu kommen personelle Ausfälle: Verletzte Profis wie Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund dürften beim Neustart fehlen.

Chancen für junge Spieler
Mit Blick auf die EM 2028 könnten vor allem junge Talente stärker in den Vordergrund rücken. Einer der Kandidaten ist der erst 19 Jahre alte Kölner Said El Mala. Bei seiner Vorstellung hatte Klopp erklärt, er habe 57 Feldspieler auf seiner Liste. Einige davon wüssten womöglich noch gar nicht, dass sie für die Nationalmannschaft ein Thema seien.
Offen ist zudem die Frage, wer künftig die Nummer eins im deutschen Tor wird. Dabei könnte auch Marc-André ter Stegen wieder eine wichtige Rolle spielen. Der 34-Jährige hatte die WM verletzungsbedingt verpasst, ist nach seiner Leihe vom FC Barcelona zu Ajax Amsterdam aber inzwischen wieder Stammtorhüter.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber