Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist in den USA angekommen. Nach einem rund achtstündigen Flug landete das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann am Dienstagnachmittag Ortszeit auf dem O’Hare International Airport im Nordwesten von Chicago.
Für einen besonderen Empfang sorgte der Flughafen-Tower: „Welcome to the German team“, habe die Flugsicherung nach der Landung durchgegeben, berichtete der Lufthansa-Kapitän über die Bordlautsprecher. Die Maschine des DFB-Partners war in Frankfurt am Main nach einem Gewitter mit leichter Verspätung gestartet, konnte die verlorene Zeit aber noch aufholen.
Vom Flughafen ging es für Kapitän Joshua Kimmich, Rückkehrer Manuel Neuer und die DFB-Crew noch gut 25 Kilometer weiter in die Innenstadt an den Lake Michigan. Dort wohnt die Mannschaft im Waldorf Astoria im Stadtteil Gold Coast.
Im exklusiven Teamhotel dürfte es Nagelsmann und seinen Spielern an wenig fehlen. Von WM-Stimmung ist dort allerdings kaum etwas zu spüren. In Schwarz-Rot-Gold werde das Haus nicht dekoriert, hatte ein Mitarbeiter bereits erklärt. Grundsätzlich gehe man mit prominenten Gästen zurückhaltend und diskret um.
Das erste Training in Chicago hat Nagelsmann für Mittwoch um 11.00 Uhr Ortszeit angesetzt, also 18.00 Uhr in Deutschland. Trainiert wird auf dem Gelände von Chicago Fire, dem früheren Verein von Bastian Schweinsteiger. Die Anlage liegt nur rund 20 Minuten vom Hotel entfernt.
WM-Generalprobe gegen die USA
Die letzte Testpartie vor der Weltmeisterschaft steigt am Samstag im Soldier Field gegen Co-Gastgeber USA. Anpfiff ist um 20.30 Uhr MESZ, RTL überträgt live. Vom Teamhotel aus ist das Stadion in ungefähr zehn Minuten mit dem Auto zu erreichen.
Vor allem für DFB-Sportdirektor Rudi Völler ist Chicago ein besonderer Ort. Schon bei der Auftakt-Pressekonferenz in Herzogenaurach hatte er auf seine enge Verbindung zu den USA verwiesen. Seine letzte Weltmeisterschaft als Spieler fand 1994 dort statt.
Damals war Chicago das Quartier der deutschen Mannschaft. Im Achtelfinale gegen Belgien erzielte Völler dort auch sein letztes Tor im Nationaltrikot – eine Erinnerung, die für ihn bis heute eine besondere Rolle spielt.
Angenehmer Auftakt in der „Windy City“
Zum Start der USA-Reise müssen Nagelsmann und sein Team noch keine große Hitze fürchten. Chicago zeigte sich zuletzt mit frühsommerlichen Temperaturen um 25 Grad von seiner angenehmen Seite. Der Wind vom Lake Michigan machte zugleich deutlich, warum die Metropole den Beinamen „Windy City“ trägt. Erst zum Wochenende sollen die Temperaturen anziehen.
Am kommenden Montag reist die Nationalmannschaft weiter in ihr WM-Quartier nach Winston-Salem im Bundesstaat North Carolina.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber