Huwer begrüßt mögliche Verstärkung im HSV-Vorstand
HSV-Vorstand Eric Huwer hat sich offen und wohlwollend zu einer möglichen Verpflichtung von Kathleen Krüger vom FC Bayern München geäußert. Am Rande der Hamburger Digitalmesse OMR sagte er in einem Video-Interview der Deutschen Presse-Agentur, er freue sich grundsätzlich über starke Persönlichkeiten beim HSV. Sollte Krüger tatsächlich zum Club stoßen, wäre sie aus seiner Sicht auch fachlich ein Gewinn. Entsprechend richtete er bereits einen freundlichen Willkommensgruß an sie.
Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ soll die bisherige Bayern-Funktionärin zeitnah als neue Sportvorständin des Hamburger SV präsentiert werden. Die 40-Jährige, die früher selbst Fußball spielte, soll demnach einen Vertrag über vier Jahre erhalten und gemeinsam mit Huwer künftig das operative Geschäft beim Bundesliga-Aufsteiger leiten.
Huwer lobt Krüger und den Auswahlprozess
Huwer erklärte, ihm sei bekannt, dass Gespräche mit Krüger stattfinden. Dies sei inzwischen auch von Bayern-Seite bestätigt worden. Allerdings wisse er nichts von einer bereits erfolgten Vertragsunterschrift. Auch ob noch in dieser Woche eine offizielle Mitteilung erfolgen werde, könne er nicht sagen. Zugleich verriet er, dass er bereits Kontakt mit Krüger hatte und sie auf ihn einen sehr sympathischen Eindruck gemacht habe.
Lob fand Huwer zudem für das Vorgehen bei der Suche nach einem neuen Vorstandsmitglied. Nach dem Aus von Stefan Kuntz habe der Aufsichtsrat nach seiner Einschätzung besonnen und professionell gearbeitet. Anders als in früheren Phasen sei diesmal mit viel Ruhe nach der bestmöglichen Lösung gesucht worden. Für Huwer ist auch ein Zeichen dieser Professionalität, dass Krügers Name erst spät öffentlich wurde, nachdem zuvor zahlreiche andere Kandidaten gehandelt worden waren.
Krüger könnte Bundesliga-Geschichte schreiben
Bereits vor einer Woche war bekannt geworden, dass sich der HSV-Aufsichtsrat für Krüger als Nachfolgerin von Stefan Kuntz entschieden haben soll. Bayerns Sportdirektor Christoph Freund bestätigte zuletzt, dass Gespräche zwischen Krüger und dem HSV laufen.
Sollte der Wechsel zustande kommen, wäre Krüger die erste Frau in der Bundesliga, die den Posten einer Sportvorständin übernimmt.
Seit der Trennung von Kuntz im Januar ist die Position beim HSV unbesetzt. Die Aufgaben wurden seither von Eric Huwer und Sportdirektor Claus Costa mitübernommen. Laut „Hamburger Abendblatt“ soll Costa weiterhin vor allem für Kaderplanung und Transfers zuständig sein. Krüger würde sich demnach um die sportstrategische Ausrichtung kümmern und dabei auch Costas Vorgesetzte sein.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion