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Prozess: Frau angeboten – dann das Stiefkind missbraucht?

Schwere Vorwürfe: Missbrauch im Kinderzimmer, Vergewaltigung am Rastplatz. Vor Gericht weist der 59-Jährige alles zurück.

14.07.2026, 12:16 Uhr

Ein 59 Jahre alter Mann muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Nürnberg verantworten. Ihm werden in 250 Fällen schwerer sexueller Missbrauch von Kindern sowie 80 Fälle von Vergewaltigung vorgeworfen. Zum Auftakt des Verfahrens bestritt der Angeklagte die Anschuldigungen.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll der Mann aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt seine Ehefrau über Jahre zu sexuellen Handlungen mit anderen Männern gezwungen haben. Unter anderem soll er sie auf einem Parkplatz an der A73 festgehalten haben, damit drei unbekannte Männer sie vergewaltigen konnten. Außerdem habe er über das Internet Kontakt zu fremden Männern gesucht und sie zu sexuellen Treffen mit ihm und seiner Frau in die gemeinsame Wohnung eingeladen.

Vorwürfe auch gegen Stieftochter

Laut Anklage habe die Frau dabei nur aus Angst mitgemacht, andernfalls erneut von ihrem Mann geschlagen zu werden. Zudem soll der Angeklagte zwischen 2004 und 2011 seine 1997 geborene Stieftochter mehrfach missbraucht haben – sowohl in deren Kinderzimmer als auch in einem Nebenraum seiner Werkstatt.

Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, äußerte sich der 59-Jährige ausführlich zu den Vorwürfen. Den Missbrauch seiner Stieftochter sowie den geschilderten Vorfall auf dem Rastplatz wies er zurück. Die sexuellen Kontakte mit anderen Männern seien nach seiner Darstellung einvernehmlich gewesen. Für den Prozess sind insgesamt acht Verhandlungstage vorgesehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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