Im ersten Spiel nach der Bekanntgabe des bevorstehenden Abschieds von Sportvorstand Joti Chatzialexiou nach Frankfurt hat der 1. FC Nürnberg seine Negativserie beendet. Die Franken setzten sich in der 2. Bundesliga mit 3:1 (1:0) beim FC St. Pauli durch und feierten nach zuvor vier Pflichtspielen ohne Erfolg wieder einen Sieg.
Nürnberg festigte damit Rang zwei und liegt weiterhin sieben Punkte hinter Hertha BSC. Für den Bundesliga-Absteiger aus Hamburg endete dagegen eine Serie von sechs Spielen ohne Niederlage.
Für die frühe Führung der Gäste sorgte ein Eigentor von Eric Smith in der 8. Minute. Abdoulie Ceesay glich in der 58. Minute verdient für St. Pauli aus. Danach schlug der Club jedoch erneut zu: Der eingewechselte Sigurd Haugen traf in der 72. Minute, ehe Marc Kornwachs Barjuan, ebenfalls von der Bank gekommen, in der Nachspielzeit den Endstand herstellte.
Glückliche Nürnberger Führung
Unter der Woche war bekannt geworden, dass Chatzialexiou den Verein verlässt und zum 1. Februar zu Eintracht Frankfurt wechselt. Trainer Miroslav Klose, der im Sommer 2024 von ihm nach Nürnberg geholt worden war, hatte diesen Schritt mit Bedauern aufgenommen.
Nach dem 2:5 im DFB-Pokal gegen Leverkusen veränderte Klose seine Startelf auf drei Positionen. Dennoch erwischten die Nürnberger einen eher schmeichelhaften Start, denn St. Pauli war zunächst die gefährlichere Mannschaft. Louis Oppie traf nach rund 17 Minuten nur die Latte.
Haugen nutzt die Chance konsequent
Auch danach blieben die Gastgeber am Drücker. Nach etwa einer halben Stunde setzte Connor Metcalfe den Ball frei vor dem Tor knapp vorbei. Kurz vor der Pause musste FCN-Keeper Jan Reichert erneut stark gegen Ceesay retten, nachdem Nürnbergs Defensive große Lücken offenbart hatte.
Im zweiten Durchgang änderte sich am Spielbild zunächst wenig: St. Pauli machte weiter Druck und kam folgerichtig zum Ausgleich. Doch Nürnberg zeigte sich deutlich effektiver. Haugen brachte die Gäste trotz spitzem Winkel erneut in Front. Die Hamburger stemmten sich in der Schlussphase gegen die Niederlage, vergaben aber weiter ihre Möglichkeiten. In der Nachspielzeit setzte Barjuan mit dem dritten Nürnberger Treffer den Schlusspunkt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber