Hoeneß erklärt Hintergründe zu Eberls Vertragsverlängerung
Max Eberl hat seinen Vertrag als Sportvorstand beim FC Bayern auch deshalb verlängert, weil er sich nach Einschätzung von Uli Hoeneß intern deutlich besser eingebunden hat. Der Ehrenpräsident des Rekordmeisters schilderte bei einer Veranstaltung zum 80-jährigen Bestehen der Basketball-Abteilung, dass Eberls Auftreten zu Beginn seiner Zeit in München nicht überall gut angekommen sei.
Nach Darstellung von Hoeneß habe Eberl anfangs eher zurückgezogen agiert und zu wenig den Austausch mit den führenden Vereinsvertretern gesucht. Dieses Verhalten habe sich jedoch spürbar verändert. Seit rund einem halben Jahr seien Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Herbert Hainer bei wichtigen Entscheidungen wesentlich enger informiert als zuvor.
Anerkennung für Transfers und Budgetdisziplin
Lob fand Hoeneß auch für Eberls Arbeit auf dem Transfermarkt. Positiv hob er hervor, dass der Sportvorstand Spieler wie Nathaniel Brown und Ismael Saibari bereits vor der WM verpflichtet habe und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt, an dem Ablösen womöglich höher ausgefallen wären.
Zudem erinnerte Hoeneß daran, dass Eberl das vom Aufsichtsrat vorgegebene Transferbudget von 50 Millionen Euro unter Berücksichtigung von Zu- und Abgängen nicht vollständig ausschöpfen musste. Auch das wertete er als gutes Zeichen.
Meinungswechsel bei Hoeneß
Noch im Mai hatte Hoeneß in einem Interview erklärt, dass eine Vertragsverlängerung Eberls keineswegs sicher sei, und die Chancen damals mit 60 zu 40 eingeschätzt. Im August äußerte er sich dann deutlich zuversichtlicher und sagte, aus seiner Sicht könne Eberl auf jeden Fall weitermachen. Kurz darauf verlängerte der FC Bayern den Vertrag des Sportvorstands bis 2029.
Ärger nach öffentlichen Aussagen
Wie Hoeneß weiter berichtete, habe er wegen seiner öffentlichen Einlassungen zur Personalie Eberl intern durchaus Kritik einstecken müssen. Herbert Hainer erklärte mit Blick auf diese Aussagen augenzwinkernd, dass Hoeneß immer wieder darauf angesprochen worden sei und deshalb entsprechend offen geantwortet habe.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber