Fußball

Bericht: Klopp-Gipfel mit Mintzlaff noch diese Woche

Geheimplan um Klopp: Dienstag trifft der DFB erst Mintzlaff – dann folgt das entscheidende Gespräch mit dem Wunschcoach.

12.07.2026, 20:16 Uhr

DFB verhandelt mit Red Bull über Klopp-Lösung

In der offenbar weit fortgeschrittenen Suche nach einem neuen Bundestrainer richtet sich der Blick auf Jürgen Klopp. Nach Informationen des "Kicker" will sich die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes am Dienstag mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zusammensetzen. Thema soll eine Möglichkeit sein, Klopp vorzeitig aus seinem noch bis 2029 laufenden Vertrag als Head of Global Soccer zu lösen. Gegen Ende der Woche ist demnach außerdem ein Treffen zwischen Mintzlaff und Klopp in New York geplant. Offizielle Bestätigungen dazu gab es zunächst nicht.

Zwischen Klopp und den DFB-Verantwortlichen um Präsident Bernd Neuendorf sowie Vizepräsident Hans-Joachim Watzke soll bei einem Treffen in den USA bereits eine grundsätzliche Verständigung erreicht worden sein. Klopp arbeitet dort derzeit als TV-Experte für MagentaTV. Was noch fehlt, ist eine Einigung mit seinem aktuellen Arbeitgeber Red Bull.

Diskussion über Klopps künftige Rolle bei Red Bull

Als möglicher Ausweg gilt ein Modell, bei dem Klopp dem Konzern in reduzierter Form erhalten bleibt, etwa als Markenbotschafter. Innerhalb des DFB stößt diese Idee allerdings nicht überall auf Zustimmung. Vor allem Vertreter aus dem Amateurbereich sehen es kritisch, Red Bull auf diesem Weg Einfluss im Umfeld der Nationalmannschaft zu ermöglichen.

Laut dem Bericht wäre denkbar, dass Klopp neben seiner möglichen Tätigkeit als Bundestrainer gelegentlich weiter beratend für die weit verzweigte Fußball- und Sportstruktur von Red Bull tätig ist. Das könnte insbesondere Bereiche betreffen, die er in den vergangenen anderthalb Jahren selbst mit angestoßen hat.

Oliver Mintzlaff und Jürgen Klopp
Red Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (l) hat in der Causa Jürgen Klopp viel zu sagen. (Archivbild) Quelle: Jan Woitas/dpa

Grundsätzlich sollen sich der DFB und Klopp – abgesehen von einigen offenen Details – über eine Zusammenarbeit bis zur Weltmeisterschaft 2030 einig sein. Der 59-Jährige würde damit die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten, der nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay seinen Rücktritt erklärt hatte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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