Die Vorbereitung der SpVgg Greuther Fürth nimmt nach der nervenaufreibenden vergangenen Saison in der 2. Bundesliga weiter Fahrt auf. Im dritten Testspiel innerhalb von sieben Tagen setzte sich das Kleeblatt bei Eintracht Bamberg mit 3:1 (3:1) durch.
Die Gastgeber aus der Bayernliga erwischten den besseren Start und gingen durch Tim Gensichen bereits in der 6. Minute in Führung. Fürth reagierte jedoch prompt und drehte die Partie noch vor der Pause: Paul Will traf in der 8. Minute zum Ausgleich, Shinta Appelkamp legte in der 17. Minute nach, Aaron Keller erhöhte in der 23. Minute auf 3:1.
Noch ohne den nächsten Neuzugang
Nicht im Kader stand erneut Neuzugang Ole Pohlmann, der erst am Tag vor dem Spiel verpflichtet worden war. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt vom portugiesischen Erstligisten Rio Ave und unterschrieb in Fürth einen Vertrag bis 2029. Pohlmann ist bereits der siebte Neue in diesem Sommer. Ausgebildet wurde der frühere Juniorennationalspieler beim VfL Wolfsburg und bei Borussia Dortmund, für den BVB kam er auch zu zwei Bundesliga-Einsätzen.
Gegen Bamberg fehlten außerdem Lukas Reich und Sacha Bansé, die nach intensiven Trainingstagen eine Pause erhielten. Mathias Olesen war von Fürth freigestellt worden und verlässt den Verein nun fest in Richtung Sønderjyske Fodbold. Der luxemburgische Nationalspieler war erst vor einem Jahr vom 1. FC Köln zum Kleeblatt gekommen, konnte sich dort aber nicht nachhaltig durchsetzen. Nach seiner Leihe nach Graz zieht es den 25-Jährigen nun nach Dänemark, wo Sønderjyske in der vergangenen Saison Sechster der Meisterrunde wurde.
Wie schon im Test gegen Eltersdorf stand auch Philipp Ziereis nicht mehr im Aufgebot. Der Abwehrchef war in dieser Woche zu Melbourne Victory nach Australien gewechselt.
Trainer Vogel zufrieden
Trainer Heiko Vogel richtete den Fokus nach eigenen Worten vor allem auf den Auftritt in Bamberg. Die ersten beiden Vorbereitungswochen seien stark von körperlicher Arbeit geprägt gewesen, weshalb Müdigkeit in Kopf und Beinen deutlich spürbar sei. Die spielerische Qualität der bisherigen drei Testspiele wolle er daher nicht überbewerten.
Mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich Vogel dennoch zufrieden. Vor allem das Gegenpressing in der ersten Halbzeit habe gut funktioniert. Zudem sei er zufrieden damit, wie gern die Spieler miteinander agierten und trotz der hohen Belastung kreative Lösungen fanden. Verbesserungsbedarf sieht der Fürther Coach vor allem bei der Chancenverwertung, weil mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt blieben.
Zuvor hatte Fürth in der Vorbereitung bereits gegen zwei Regionalligisten gespielt: Auf die 0:1-Niederlage bei der SpVgg Bayreuth folgte ein 3:0-Erfolg gegen den SC Eltersdorf. In die neue Saison der 2. Bundesliga starten die Franken am 9. August mit einem Auswärtsspiel beim Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber