Assomo glänzt bei Bayern-Testspiel in Südkorea
Für Nachwuchsstürmer Bastian Assomo endete die Südkorea-Station des FC Bayern mit einem besonderen Erfolgserlebnis. Der 16-Jährige sorgte beim 2:1 gegen den südkoreanischen Erstligisten Jeju SK mit seinem Treffer für Aufsehen und erhielt dafür viel Anerkennung aus dem Team. Tom Bischof zeigte sich vor allem von Assomos Spielweise beeindruckt: Für sein Alter sei es außergewöhnlich, wie gut er Bälle behaupte. Zudem verfüge er über einen starken Abschluss und sei ein typischer Strafraumstürmer.
Dass einige Topspieler fehlten oder nur kürzer eingesetzt wurden, eröffnete mehreren Talenten Chancen auf Einsatzzeit. Einer davon war Felipe Chávez, der nach seiner Rückkehr aus der Leihe nach Köln in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlässt und die Münchner früh in Führung brachte. Nachdem Changmin Lee ausgeglichen hatte, stellte Assomo noch vor der Pause seine Qualitäten vor dem Tor unter Beweis.
Starke Zahlen trotz Verletzungspause
Assomo steht seit rund einem Jahr beim FC Bayern unter Vertrag. Der in Berlin geborene Angreifer war im Sommer 2025 von Hertha BSC nach München gewechselt. Trotz einer Verletzung im Frühjahr kann sich seine Bilanz sehen lassen: In zehn Partien für die U17 erzielte er elf Tore. Auch in der Regionalliga Bayern durfte er bereits über einen Treffer jubeln.
Die 1:2-Niederlage im Testspiel in Wiesbaden vor eineinhalb Wochen war sein erster Einsatz bei den Profis. Zuvor hatte er es Ende April beim Bundesligaspiel in Mainz schon einmal in den Kader geschafft.
Trainer Vincent Kompany betonte, dass Assomos Torinstinkt bekannt sei. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der junge Stürmer noch in vielen Bereichen lernen und sich verbessern müsse. Gerade für einen 16 Jahre alten Angreifer mit seiner Physis sei es aber ein gutes Zeichen, dass er bereits Tore auf diesem Niveau mache.
Kompany plant Einsätze der Talente genau
Im weiteren Verlauf der Vorbereitung dürften die jungen Spieler allerdings etwas weniger Spielzeit bekommen. Nach und nach stoßen die zuletzt fehlenden WM-Teilnehmer wieder zum Kader, deren Einsatzminuten behutsam erhöht werden. Kompany erklärte, die Verteilung der Spielzeiten sei sehr präzise geplant.
Gleichzeitig sieht der Bayern-Coach in der Vorbereitung eine gute Gelegenheit, die Nachwuchsspieler näher kennenzulernen. Einige von ihnen hätten in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie womöglich bereit für den nächsten Entwicklungsschritt seien. Ob dieser bei Bayern oder anderswo erfolge, wolle der Club die Talente auf ihrem Weg bestmöglich unterstützen.
Hongkong als nächste Station – voller Terminplan für den FC Bayern
Nach dem Auftritt in Südkorea ist die Mannschaft von Vincent Kompany inzwischen in Hongkong angekommen. Dort wartet auf den deutschen Doublesieger ein dichtes Programm: Neben Marketing- und Medienterminen sind auch ein Fan-Event sowie ein öffentliches Training geplant. Am Freitag bestreiten die Münchner im Kai-Tak-Stadion noch ein weiteres Testspiel gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa.
Abseits der Mannschaft vertreten mehrere Club-Verantwortliche den FC Bayern in Asien. Mitgereist sind die Vorstände Max Eberl und Rouven Kasper sowie Sportdirektor Christoph Freund. Aus dem Präsidium sind Präsident Herbert Hainer und Vizepräsident Dieter Mayer dabei. Kasper betonte, der Verein wolle seine Verbindungen nach Asien weiter stärken. Sowohl in Südkorea als auch in Hongkong sei das Team sehr begeistert empfangen worden.
Dreesen fehlt verletzt – weitere prominente Ausfälle auf der Reise
Nicht mit nach Hongkong reisen wird allerdings Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Der 58-Jährige hatte eigentlich geplant, in der Millionenmetropole zur Mannschaft zu stoßen. Wegen mehrerer Rippenbrüche muss er die Reise nun aber absagen. Nach dem Sturz, bei dem er sich die Verletzung zugezogen haben soll, rieten ihm die Ärzte von einem Langstreckenflug ab. Der FC Bayern bestätigte, dass Dreesen deshalb nicht nach Hongkong reisen kann.
Wie Dreesen fehlen auch einige prominente Spieler auf der Asien-Reise. Die Franzosen Michael Olise und Dayot Upamecano sowie der Engländer Harry Kane befinden sich nach der WM noch im Urlaub. Zudem sind mehrere Rekonvaleszente, darunter Jamal Musiala und Neuzugang Ismael Saibari, beim Trip nach Fernost ebenfalls nicht dabei.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber