Fürth vor Absturz in die 3. Liga
Die SpVgg Greuther Fürth steht erstmals seit fast drei Jahrzehnten unmittelbar vor dem direkten Abstieg in die 3. Liga. Der fränkische Zweitligist verlor bei Hertha BSC, trainiert vom früheren Fürther Coach Stefan Leitl, mit 1:2 (0:0) – obwohl die Gäste nach einer Roten Karte gegen Josip Brekalo ab der 32. Minute fast eine Stunde lang in Überzahl spielten.
Damit geht Fürth als Vorletzter in den letzten Spieltag, an dem es gegen den direkten Konkurrenten Fortuna Düsseldorf geht.
Fürth liegt zwei Punkte hinter Arminia Bielefeld auf dem Relegationsrang. Düsseldorf und Eintracht Braunschweig haben jeweils drei Zähler Vorsprung – und zudem die bessere Tordifferenz.
Hertha trifft trotz Unterzahl
In Berlin tat sich Hertha offensiv vor der Pause schwer und blieb weitgehend harmlos. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Fürth den Druck und schnürte die Berliner phasenweise in deren eigener Hälfte ein. Dennoch gingen die Gastgeber in Führung: Der erst 16 Jahre alte Kennet Eichhorn setzte sich in der 55. Minute nach einem Stellungsfehler von Reno Münz mit einer einfachen Finte durch und traf zum 1:0. Damit wurde er zum jüngsten Torschützen der Zweitliga-Geschichte.
Fürth ließ in der Folge zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt. Ein Freistoß nach dem Platzverweis landete zudem nur an der Latte. Trotz insgesamt vieler Abschlüsse fehlte den Gästen die Effizienz.
In der 84. Minute erhöhte Michael Cuisance mit einem Distanzschuss auf 2:0. Der Treffer von Noel Futkeu zum 1:2 in der 88. Minute kam für Fürth zu spät.

Entscheidung am letzten Spieltag
Die Spielvereinigung steht nun massiv unter Druck. Seit dem Aufstieg 1997 spielte der Club ununterbrochen in der 2. Bundesliga oder Bundesliga. Diese Serie droht nun zu enden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion