Woidke unterstützt Aigner für das Amt der Bundespräsidentin
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) spricht sich für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) als mögliche Kandidatin für das höchste Staatsamt aus. Dem Nachrichtenmagazin Politico sagte er, Aigner vereine alle Eigenschaften, die eine gute Bundespräsidentin mitbringen müsse. Sollte sie nominiert werden, würde ihn das nach eigenen Worten sehr freuen.
Woidke bezeichnete Aigner dem Bericht zufolge als ideale Besetzung für das Amt. Sie kenne die deutsche Politik sehr genau, wirke bodenständig und sei den Menschen zugewandt. Außerdem könne sie gut zuhören und finde zugleich selbst Gehör.
Bereits zuvor hatte sich aus Brandenburg auch CDU-Innenminister und Vize-Ministerpräsident Jan Redmann für Aigner starkgemacht. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte er, sie sei wie geschaffen für das Amt der Bundespräsidentin. Aigner verfüge über Erfahrung, Format und Anerkennung weit über die Grenzen der eigenen Partei hinaus. Redmann zeigte sich überzeugt, dass sie Menschen zusammenbringen könne – etwas, das Deutschland derzeit besonders brauche.
Entscheidung über Kandidatur wohl kommende Woche
Auch die drei ostdeutschen CDU-Regierungschefs Michael Kretschmer aus Sachsen, Mario Voigt aus Thüringen und Sven Schulze aus Sachsen-Anhalt haben sich positiv über eine mögliche Kandidatur Aigners geäußert.
Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender Friedrich Merz hatte sich am Montag dafür ausgesprochen, dass künftig eine Frau das Amt der Bundespräsidentin übernehmen sollte, ohne jedoch einen Namen zu nennen.
Mit einer Entscheidung wird Anfang der kommenden Woche gerechnet. Dann wollen sich CDU-Präsidium und Bundesvorstand mit der Personalfrage befassen. Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier entscheidet die Bundesversammlung am 30. Januar 2027.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber