Politik

Umfrage: Mischt sich der Papst ein?

Papst Leo XIV. predigt Frieden und legt sich mit Trump an – doch wie kommt sein Kurs bei den Deutschen wirklich an?

15.05.2026, 04:10 Uhr

Umfrage: Mehrheit begrüßt politische Stellungnahmen von Papst Leo XIV.

Eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland findet es richtig, wenn sich Papst Leo XIV. zu politischen Fragen äußert. Das ergibt eine repräsentative YouGov-Erhebung im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach sprechen sich 46 Prozent dafür aus, dass der Papst sich grundsätzlich zu Themen mit politischer Bedeutung äußern sollte. 25 Prozent meinen, er solle nur in bestimmten Bereichen Stellung beziehen, etwa bei Fragen von Krieg und Frieden.

Ablehnend äußerten sich 17 Prozent der Befragten: Sie sind der Ansicht, das Kirchenoberhaupt sollte sich zu politisch relevanten Themen grundsätzlich nicht äußern. 12 Prozent machten keine Angabe. Für die Umfrage befragte YouGov zwischen dem 8. und 11. Mai insgesamt 2.179 Personen online.

In den vergangenen Wochen hatte Leo XIV. mit seinen Äußerungen bereits internationale Reaktionen ausgelöst. Nachdem er mehrfach Kriege verurteilt und zu Frieden aufgerufen hatte, reagierte US-Präsident Donald Trump verärgert. Auf seiner Plattform Truth Social griff Trump den Papst in mehreren Beiträgen scharf an.

Auch beim derzeit in Würzburg stattfindenden Katholikentag ist die Rolle der Kirche in politischen Debatten ein zentrales Thema. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), betonte zum Auftakt der Veranstaltung, Christinnen und Christen dürften sich nicht ins Private zurückziehen. Das Motto „Hab Mut, steh auf!“ sei als Aufforderung zu verstehen, sich aktiv einzubringen. Eine Kirche, die für Menschenwürde und Solidarität eintrete, sei immer auch politisch.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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