Tote und Verletzte nach Drohnenangriffen in Noworossijsk
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die südrussische Hafenstadt Noworossijsk sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Weitere 29 Personen wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, im Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte. Drei Verletzte schweben demnach in ernster Verfassung.
Nach Angaben des Bürgermeisters von Noworossijsk, Andrej Krawtschenko, wurde in der Stadt der Notstand ausgerufen. 17 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt. Beschädigt worden seien neben acht Wohnhäusern und einem Kindergarten auch drei nicht näher bezeichnete Betriebe sowie eine Kirche. Außerdem seien zwei Kindergärten und eine Schule in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Poliklinik sei schwer beschädigt.
Ukraine bestätigt Angriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff. Die Ukraine reagiere damit auf die täglichen russischen "Terrorangriffe", schrieb er in sozialen Medien. Nach seinen Angaben wurden in Noworossijsk ein Marinestützpunkt mit einem Ölterminal, Anlagen des Militärhafens sowie mit Kalibr-Lenkwaffen ausgerüstete Kriegsschiffe getroffen.
Noworossijsk gilt als wichtiger Standort der russischen Schwarzmeerflotte. Nach Angaben örtlicher Behörden wurden auch in den Badeorten Gelendschik und Anapa, die südlich beziehungsweise nördlich der Stadt liegen, anfliegende ukrainische Drohnen registriert. Eine unabhängige Bestätigung dieser Berichte liegt bislang nicht vor.
Russland führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Die ukrainischen Streitkräfte greifen im Rahmen ihrer Gegenangriffe immer wieder mit Drohnen auch Ziele tief auf russischem Staatsgebiet an. In jüngster Zeit ist dabei auch die Zahl ziviler Opfer gestiegen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber