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Zverev glänzt in Wien – diese Gala sendet ein Statement

Zverev zaubert in Wien fast fehlerfrei ins Halbfinale – und plötzlich ist dieses Traumfinale zum Greifen nah.

30.10.2026, 18:55 Uhr

Zverev zieht mit Machtdemonstration in Wien ins Halbfinale ein

Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Wien seinen starken Lauf fortgesetzt und mit einer eindrucksvollen Vorstellung das Halbfinale erreicht. In der Neuauflage des Wimbledon-Halbfinals ließ der künftige Weltranglistenerste dem Briten Arthur Fery beim 6:0, 6:2 keine Chance. Nach nicht einmal einer Stunde verwandelte der deutsche Tennisstar bereits seinen ersten Matchball.

Nach der Partie erklärte Zverev mit einem Augenzwinkern, er habe sich etwas müde gefühlt, weil er in der Nacht zuvor nicht viel geschlafen habe. Trotzdem habe er sich insgesamt gut gefühlt. Alles habe funktioniert – und genau so solle es nun weitergehen.

Auch Jan-Lennard Struff überzeugte am Freitag. Beim parallel laufenden Turnier in Basel zog der Warsteiner einen Tag nach seinem Überraschungssieg gegen Novak Djokovic mit einem souveränen 6:2, 6:3 gegen den Portugiesen Nuno Borges ins Halbfinale ein. Dort trifft der 36-Jährige auf den Tschechen Jiri Lehecka.

Wiedersehen im Davis Cup möglich

Schon Ende November könnten sich Zverev und Fery erneut gegenüberstehen: Dann trifft Deutschland im Viertelfinale des Davis Cup auf Großbritannien. Im Kampf um den Finaleinzug in Wien bekommt es Zverev nun entweder mit dem Italiener Matteo Berrettini oder dem Australier Alex de Minaur zu tun. Im Endspiel könnte anschließend Spaniens Carlos Alcaraz warten.

Mit dem Einzug ins Viertelfinale hatte sich Zverev bereits den Sprung an die Spitze der Weltrangliste gesichert. Ab Montag wird er die Nummer eins der Welt erstmals in seiner Karriere übernehmen. Vor ihm hatte zuletzt Boris Becker vor gut 35 Jahren als deutscher Profi die Spitzenposition inne. Bei den Frauen gelang das bislang nur Steffi Graf und Angelique Kerber.

Schnelldurchgang in 25 Minuten

Von Beginn an bestimmte Zverev das Geschehen gegen die Nummer 35 der Welt. Ob beim Aufschlag, in den Grundlinienduellen oder am Netz: Der zweimalige Grand-Slam-Sieger kontrollierte die Partie nahezu nach Belieben. Bereits nach 25 Minuten nutzte er seinen ersten Satzball zur Satzführung.

Das Publikum in der Wiener Stadthalle spendete dem Außenseiter aufmunternden Applaus, musste auf dessen erstes Erfolgserlebnis aber zunächst lange warten. Erst nach 39 Minuten brachte Fery sein Service zum 0:6, 1:2 durch und riss danach die Arme in die Höhe. Viel mehr Grund zur Freude blieb dem 24-Jährigen an diesem Abend jedoch nicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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