Ukraine

Selenskyj: Diese Angriffe kosten Russland Milliarden

Mit Hightech-Drohnen setzt die Ukraine Russland zu – jetzt nennt Kiew die schockierende Summe der Moskauer Verluste.

01.05.2026, 14:57 Uhr

Ukrainische Drohnenangriffe haben der russischen Ölbranche nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj seit Beginn des Jahres Schäden von umgerechnet mindestens sechs Milliarden Euro verursacht. In einem Beitrag auf Telegram nannte er Einschläge, Produktionsausfälle sowie Verzögerungen bei Lieferungen als Hauptgründe. Besonders im April hätten die Attacken nochmals deutlich an Intensität gewonnen.

Selenskyj zufolge erreichen die eingesetzten Drohnen inzwischen größere Distanzen als zuvor, zugleich sei die Zahl und Wucht der Angriffe auf einem Höchststand. Das habe nach seiner Einschätzung dazu beigetragen, dass die Gewinne der russischen Ölindustrie so stark zurückgingen wie nicht mehr seit Beginn des Krieges.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vor mehr als vier Jahren den Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Seitdem beschießt das russische Militär immer wieder auch Gebiete fern der Front mit Drohnen und Raketen. Dabei wurden Zivilisten getötet oder verletzt und wichtige Infrastrukturen beschädigt.

Neue Fortschritte bei der Drohnentechnik

Die Ukraine reagiert inzwischen mit eigenen Drohnenschwärmen, die tief nach Russland eindringen. Zuletzt wurden sogar Ziele im Ural attackiert, rund 2.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Neben militärischen Einrichtungen stehen dabei vor allem Anlagen der Ölindustrie im Fokus. Kiew will damit sowohl die Versorgung der russischen Armee mit Treibstoff erschweren als auch Einnahmen des Kremls aus dem Energiesektor schmälern.

Als Beispiel gilt die anhaltende Serie von Angriffen auf den Ölkomplex in der südrussischen Hafenstadt Tuapse. Mit dieser Strategie versucht die Ukraine nach eigenen Angaben, den Druck auf Moskau zu erhöhen und Russland zu einem Ende des Krieges zu bewegen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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