Ukraine

Nach Putin-Angebot: Jetzt wollen Europäer zu Selenskyj

Bringt Selenskyjs Brief an Putin plötzlich Bewegung im Krieg? Ein mächtiger Verbündeter lobt den überraschenden Vorstoß.

05.06.2026, 13:28 Uhr

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach dem Vorstoß des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für direkte Friedensgespräche mit Kremlchef Wladimir Putin ein weiteres Treffen auf höchster europäischer Ebene angekündigt. Am Rande des EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro sagte Macron, Frankreich, Großbritannien und Deutschland stimmten sich eng miteinander ab. In den nächsten Tagen wolle man erneut mit Selenskyj zusammenkommen. Zuletzt hatten sich Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Premierminister Keir Starmer und Macron vor rund zwei Wochen per Videokonferenz beraten.

Macron bezeichnete Selenskyjs Schreiben an Putin als sinnvollen Schritt. Nach seiner Einschätzung können vor allem die Ukraine und Russland selbst sowohl einen Waffenstillstand als auch einen möglichen Friedensplan erarbeiten. Europa könne diesen Prozess unterstützen, da die europäischen Staaten die wichtigsten Partner der Ukraine seien. Zugleich betonte Macron, dass die Europäer bei späteren Verhandlungen über eine Friedenslösung mit am Tisch sitzen müssten, weil es dabei auch um die künftige Sicherheits- und Friedensordnung in Europa gehe.

Selenskyj bot Putin direkte Gespräche an

Selenskyj hatte Putin am Donnerstag in einem offenen Brief unmittelbare Friedensverhandlungen vorgeschlagen. Der Kreml reagierte darauf bislang lediglich mit dem bereits bekannten Angebot, Gespräche in Moskau zu führen, und hielt zugleich an der Forderung fest, dass Russland die vollständige Kontrolle über die ukrainische Donbass-Region erhalten müsse. Selenskyj hatte solche Bedingungen in der Vergangenheit mehrfach zurückgewiesen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen