Politik

Dobrindt zieht Grenze dicht – Kontrollen bleiben

Trotz EU-Streit hält Deutschland an Grenzkontrollen fest – was die dramatische Lage in Ceuta damit zu tun hat, überrascht.

31.07.2026, 15:35 Uhr

Angesichts der angespannten Migrationslage in der spanischen Exklave Ceuta hält Bundesinnenminister Alexander Dobrindt an den Kontrollen an Deutschlands Landesgrenzen fest. Der CSU-Politiker erklärte, die Möglichkeit zu Kontrollen an den Binnengrenzen solle auch nach September bestehen bleiben. Nur so lasse sich der bisherige Erfolg bei der Eindämmung irregulärer Migration sichern. Ein konkretes neues Enddatum nannte er jedoch nicht.

Innerhalb der Europäischen Union gilt zwar grundsätzlich die Reisefreiheit ohne feste Grenzkontrollen. Dennoch wird seit dem 16. September 2024 wieder an sämtlichen deutschen Außengrenzen kontrolliert. Die damalige Innenministerin Nancy Faeser hatte diese Maßnahme eingeführt, um unerlaubte Einreisen zu reduzieren. Trotz Kritik wurde die Regelung seitdem mehrfach verlängert, zuletzt bis Mitte September 2026.

Dobrindt begründete die geplante Fortsetzung mit der Entwicklung in Ceuta. Die Lage dort zeige, wie schnell sich der Druck durch illegale Migration verändern könne. Nach Angaben regionaler Behörden sollen in den vergangenen Tagen etwa 60.000 Migranten von Marokko aus auf irregulärem Weg in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt sein.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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