Wenige Tage vor der traditionellen Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau ist nach russischen Angaben eine ukrainische Drohne in ein Wohngebäude unweit des Stadtzentrums eingeschlagen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte am frühen Morgen auf Telegram mit, verletzt worden sei dabei niemand. Die staatliche Agentur Tass verbreitete seine Angaben.
Das betroffene Haus, das Medienberichten zufolge ein gehobenes Hochhaus ist, befindet sich in einem westlichen Wohnviertel der russischen Hauptstadt, in dem auch mehrere Botschaften liegen. Die deutsche Botschaft ist demnach weniger als einen Kilometer vom Einschlagsort entfernt. Nach Angaben Sobjanins wurden zudem zwei weitere ukrainische Drohnen von der russischen Luftabwehr abgefangen.
Bereits Ende April hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass die Militärparade am Samstag aus Sorge vor möglichen ukrainischen Drohnenangriffen ohne Panzer und Raketen stattfinden solle. Russland begeht am 9. Mai traditionell den Sieg über NS-Deutschland im Jahr 1945.
Russische Armee meldet Abwehr von 117 Drohnen
Zwar berichtet Russland regelmäßig von ukrainischen Drohnenangriffen im Raum Moskau, doch richten sich diese nach russischer Darstellung meist gegen militärische Ziele oder Gebiete am Stadtrand. Schäden an ziviler Infrastruktur innerhalb der Hauptstadt werden vergleichsweise selten gemeldet. Den Behörden zufolge wird der Großteil der Drohnen abgeschossen. Für die Nacht zum Montag sprach das russische Verteidigungsministerium von insgesamt 117 abgefangenen feindlichen Drohnen.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Russland greift dabei immer wieder auch Ziele weit hinter der Front mit Raketen und Drohnen an. In der Ukraine sterben dadurch nahezu täglich Zivilisten; zudem werden Wohnhäuser sowie wichtige Versorgungsanlagen beschädigt oder zerstört.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion