Katastrophenfall nach Waldbrand am Saurüsselkopf – Feuerwehr und Hubschrauber im Einsatz
Am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen brennt es weiter. Auf aktuellen Webcam-Bildern ist nach wie vor dichter Rauch zu sehen, der aus dem bewaldeten Berghang bei Ruhpolding im Landkreis Traunstein aufsteigt.
Nach Angaben der Gemeinde sind inzwischen rund vier bis fünf Hektar Wald betroffen. Das Feuer war am Sonntagabend nach einer längeren trockenen und warmen Wetterphase ausgebrochen. Was den Brand ausgelöst hat, ist weiterhin unklar.
Wegen der Lage hat das Landratsamt Traunstein den Katastrophenfall ausgerufen. Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler) traf die Entscheidung am Morgen, wie die Behörde mitteilte.
Einsatz wird zentral koordiniert
Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht das Trinkwasserschutzgebiet im Ruhpoldinger Ortsteil Laubau. Dort soll eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Mit dem Katastrophenfall werden Einsatzkräfte, Fachstellen und Behörden nun zentral gesteuert, um die verfügbaren Mittel möglichst wirksam einzusetzen.
Nach Angaben des Landratsamts ist Kreisbrandrat Christoph Grundner zum Einsatzleiter bestellt worden. Danzer bezeichnete die Ausrufung des Katastrophenfalls als notwendigen Schritt, um die Kräfte bestmöglich zu koordinieren und das Schutzgebiet wirksam zu sichern.
Löscharbeiten aus der Luft und am Boden
Laut Gemeinde sind derzeit zwei Hubschrauber der Landespolizei im Löscheinsatz, ein weiterer sollte hinzukommen.
Parallel dazu ist auch die Feuerwehr am Boden tätig. Sie versucht unter anderem mit Bewässerungsmaßnahmen entlang der Forstwege im Bereich Seekopf, die Lage unter Kontrolle zu halten. Das Gelände gilt jedoch als extrem steil und schwer zugänglich. Ein direkter Löscheinsatz unmittelbar am Brandherd ist nach Einschätzung der Gemeinde derzeit nicht sinnvoll und würde die Einsatzkräfte zusätzlich gefährden.
Feuerwehren aus Ruhpolding und umliegenden Orten sind im Einsatz. Die Situation wird fortlaufend beobachtet und neu bewertet.
Keine akute Gefahr für Anwohner
Für die Bevölkerung besteht aktuell nach Einschätzung der Behörden keine unmittelbare Gefahr. Trotzdem wird dazu aufgerufen, das Gebiet weiträumig zu meiden und die Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungskräfte freizuhalten.
Im betroffenen Bereich südlich des Ortsteils Laubau und der Chiemgau Arena kann es zu Ascheregen kommen. Anwohner sollten in diesem Fall Fenster und Türen geschlossen halten und sich möglichst wenig im Freien aufhalten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion