Trump: Täuschungsmanöver auf Rückflug erfolgte auf Anweisung des Secret Service
US-Präsident Donald Trump hat das ungewöhnliche Vorgehen auf seinem Rückflug aus der Türkei mit Sicherheitsvorgaben begründet. Auf Fragen von Reportern sagte der Republikaner, er halte sich in solchen Fällen an die Anweisungen seiner Personenschützer. Zuständig sei allein der Secret Service, Gleiches gelte für das Militär. Er selbst tue, was ihm gesagt werde.
Nähere Einzelheiten zum Anlass der Maßnahme nannte Trump nicht. Er erklärte lediglich, er gehe davon aus, dass es eine Bedrohung gegeben habe. Weiter nachgehakt habe er nach eigenen Worten nicht. Zugleich versuchte er, den Vorfall herunterzuspielen. Er bekomme häufig Drohungen, sagte Trump, und fügte hinzu, Präsidenten mit politischem Einfluss seien oft Ziel solcher Warnungen.
Hintergrund des Manövers soll Medienberichten zufolge eine konkrete Bedrohung aus dem Iran gewesen sein.
Bericht: Trump nutzte Catering-Fahrzeug zur Tarnung
Die Washington Post hatte zuvor berichtet, das Weiße Haus habe im Juli nach dem Nato-Gipfel nur den Eindruck erweckt, Trump sei mit einer Regierungsmaschine aus Ankara abgereist. Demnach stieg der 80-Jährige zunächst vor den Kameras in das Flugzeug ein, verließ es dann aber unbemerkt wieder.
Laut Zeitung wechselte Trump anschließend in einen neben dem Jet stehenden Catering-Container. Ein entsprechender Lastwagen brachte ihn demnach unerkannt über das Flughafengelände zu einem kleineren US-Militärflugzeug, mit dem er weiter nach Großbritannien flog.
Nach der Landung der Regierungsmaschine in Großbritannien wechselte der Präsidententross von der älteren hellblauen Boeing 747 in den neuen Jet, den Trump als Geschenk aus Katar erhalten hatte. Dort bestieg der Präsident schließlich auch die Air Force One. Für die Öffentlichkeit sollte es so aussehen, als habe Trump die gesamte Reise in den offiziellen Regierungsmaschinen absolviert. In den USA verließ er das Flugzeug dann wieder gut sichtbar vor laufenden Kameras.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber