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Trump enthüllt Täuschungsmanöver: Secret Service riet

Trump gar nicht an Bord? Das Weiße Haus täuschte Kameras – jetzt erklärt Trump das bizarre Air-Force-One-Manöver.

12.08.2026, 05:09 Uhr

Trump: Secret Service ordnete Täuschungsmanöver wegen Raketenbedrohung auf Rückflug an

US-Präsident Donald Trump hat das ungewöhnliche Vorgehen auf seinem Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei mit Sicherheitsvorgaben begründet. Auf Fragen von Reportern sagte der Republikaner, er habe sich an die Anweisungen seiner Personenschützer gehalten. Zuständig sei in solchen Fällen der Secret Service, auch das Militär spiele dabei eine Rolle. Er selbst tue, was ihm gesagt werde.

Konkrete Details zum Auslöser nannte Trump nicht. Er sagte lediglich, er gehe davon aus, dass es eine Bedrohung gegeben habe. Weiter nachgefragt habe er nach eigenen Worten nicht. Zugleich spielte er den Vorfall herunter: Er bekomme viele Drohungen, und Präsidenten mit politischem Einfluss seien häufig Ziel solcher Warnungen.

US-Medien berichten inzwischen von einer konkreten Raketenbedrohung als Hintergrund des Manövers. CNN schrieb unter Berufung auf einen Informanten, es habe Hinweise auf eine Gefahr durch eine schultergestützte Rakete gegeben. Die New York Times berichtete unter Verweis auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen von einer konkreten Bedrohung durch eine Boden-Luft-Rakete gegen die Präsidentenmaschine Air Force One. Demnach wurde zudem in der Nähe des Nato-Gipfels eine Person mit einer schultergestützten Rakete gesehen.

Laut CNN gingen Sicherheitsbeamte davon aus, dass Trump sich in höchster Gefahr befinde. Hintergrund sei gewesen, dass der Iran offenbar detaillierte Informationen über Trumps Aufenthalt in der Türkei gehabt habe. Nach Informationen der New York Times wusste Teheran demnach sogar genau, wo sich Trump in Ankara aufhielt – einschließlich des Stockwerks.

Bericht: Trump nutzte Catering-Container zur Tarnung

Die Washington Post hatte bereits berichtet, das Weiße Haus habe im Juli nach dem Nato-Gipfel nur den Eindruck erweckt, Trump sei mit einer Regierungsmaschine aus Ankara abgereist. Demnach stieg der 80-Jährige zunächst vor den Kameras in das Flugzeug ein, verließ es dann aber unbemerkt wieder.

Laut Zeitung wechselte Trump anschließend in einen seitlich an dem Jet platzierten Catering-Container. Ein entsprechender Lastwagen brachte ihn demnach unerkannt über das Flughafengelände zu einem kleineren US-Militärflugzeug, mit dem er weiter nach Großbritannien flog.

Neuere Berichte der New York Times und von Fox News zufolge blieben US-Außenminister Marco Rubio und US-Finanzminister Scott Bessent in der Regierungsmaschine. Nach Informationen der Zeitung war Rubio über die Bedrohungslage informiert. Fox News berichtete zudem unter Berufung auf US-Beamte, beide Minister hätten gewusst, dass Trump nicht an Bord war. Auf dem Flug von der Türkei nach Großbritannien sei die Maschine außerdem von Kampfjets begleitet und gesichert worden.

Nach der Landung der Regierungsmaschine in Großbritannien wechselte der Präsidententross von der älteren hellblauen Boeing 747 in den neuen Jet, den Trump als Geschenk aus Katar erhalten hatte. Auch der Präsident stieg dort in die Air Force One um. Für die Öffentlichkeit sollte es so aussehen, als habe Trump die gesamte Reise in den offiziellen Regierungsmaschinen absolviert. In den USA verließ er das Flugzeug dann wieder gut sichtbar vor laufenden Kameras.

Bericht: Selbst Mitarbeiter und Reporter wussten teils nichts

Nach Angaben der Washington Post wussten selbst einige Mitarbeiter des Weißen Hauses, die in der Türkei in die Regierungsmaschine gestiegen waren, offenbar nicht, dass Trump gar nicht an Bord war. Auch die Journalistengruppe, die den Präsidenten regelmäßig auf Reisen begleitet, saß demnach in dem Flugzeug.

Laut dem Bericht wurden die Reporter nicht über die mögliche iranische Bedrohung informiert. Die Zeitung stützt ihre Darstellung auf eingesehene Dokumente sowie auf Aussagen eines mit dem Manöver vertrauten US-Beamten und einer weiteren mit den Details der Reise vertrauten Person.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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