Politik

Trotz Verletzung: Dieser Flydubai-Pilot rettete Passagiere

Nach der brutalen Attacke im Cockpit überlebte er schwer verletzt – jetzt wird der Kapitän dafür in den Emiraten geehrt.

29.10.2026, 05:38 Uhr

Schwer verletzter Flydubai-Kapitän in den Emiraten ausgezeichnet

Für seinen lebensrettenden Einsatz an Bord eines Flydubai-Flugs ist der schwer verletzte Pilot Smit Machchhar in den Vereinigten Arabischen Emiraten geehrt worden. Bei der Zeremonie trug der indische Flugkapitän den linken Arm in einer Schlinge, zudem waren Arm und Hand verbunden. Auf Aufnahmen des staatlichen Dubai Media Office ist außerdem zu erkennen, dass die Haare an seinem Hinterkopf deutlich kürzer sind und offenbar gerade erst wieder nachwachsen. Anfang Oktober hatten Bilder aus dem Krankenhaus ihn noch mit einem Verband am Kopf gezeigt.

Wie die Zeitung Gulf News berichtete, wurde Machchhar bei dem Empfang auch vom Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, begrüßt und umarmt. Neben dem Piloten wurde ebenso die übrige Besatzung für ihren mutigen Beitrag zur Sicherheit der Passagiere gewürdigt.

Ermittler: Copilot plante Absturz in Israel

Der Vorfall hatte sich am 30. September auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen war Machchhar im Cockpit von seinem Copiloten mit einer Axt attackiert worden. Trotz schwerer Verletzungen gelang es ihm, die Cockpittür zu öffnen. Dadurch konnten mehrere Passagiere eingreifen, ins Cockpit gelangen und den Angreifer überwältigen. Das Flugzeug, das zuvor stark an Höhe verloren hatte, wurde schließlich von einer zufällig mitreisenden Ersatzbesatzung sicher im saudi-arabischen Tabuk gelandet.

In einem Videotelefonat mit dem indischen Premierminister Narendra Modi schilderte Machchhar später die dramatische Situation. Er habe in diesem Moment um sein eigenes Leben gekämpft, zugleich aber gewusst, dass er nicht zulassen dürfe, dass so viele andere Menschen sterben.

Der indische Flugkapitän Smit Machchhar
Flugkapitän Smit Machchhar wurde für seinen Einsatz im Cockpit nun in den Vereinigten Arabischen Emiraten geehrt. (Archivbild) Quelle: Uncredited/Israel's Foreign Ministry/AP/dpa

Nach dem Angriff wurde der Kapitän in den Vereinigten Arabischen Emiraten medizinisch versorgt. Auch der aus dem Oman stammende Copilot wurde nach seiner Festnahme dorthin gebracht. Nach Angaben emiratischer Ermittler wollte er die Maschine auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv zum Absturz bringen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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