Das ändert sich im November
Im vorletzten Monat des Jahres treten einige Neuerungen in Kraft: Für Bestellungen aus Nicht-EU-Staaten wird eine zusätzliche Gebühr fällig, bei Minikrediten und Ratenkäufen gelten strengere Vorgaben, und in mehreren Städten beginnen bereits die ersten Weihnachtsmärkte. Ein Überblick.
Neue Gebühr für Pakete aus Drittstaaten
Ab November wird für Waren, die online bestellt und aus Ländern außerhalb der EU eingeführt werden, eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von zwei Euro erhoben. Zuständig für die Zahlung sind Händler oder Importeure. Betroffen sein dürften vor allem große Plattformen wie Shein, Temu oder AliExpress, die viele günstige Produkte nach Europa liefern. Verbraucher zahlen die Abgabe zwar nicht direkt, Fachleute halten es aber für möglich, dass die Kosten über höhere Preise weitergereicht werden.
Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherung
Autofahrer, die ihren Versicherer wechseln wollen, sollten den 30. November beachten. Bei vielen Policen endet an diesem Tag die Kündigungsfrist. Das Schreiben muss spätestens dann beim bisherigen Anbieter eingegangen sein. Das gilt in der Regel für Verträge, deren Versicherungsjahr am 31. Dezember ausläuft. Wer sparen möchte, sollte daher rechtzeitig Tarife und Vertragsbedingungen vergleichen.
DB bietet Familienticket dauerhaft an
Seit dem 1. November können Familien ein Pauschalticket der Deutschen Bahn dauerhaft nutzen. Für 99,99 Euro sind Hin- und Rückfahrt für bis zu fünf Personen inklusive Sitzplatzreservierung im ICE vorgesehen. Der Verkauf beginnt bereits am 26. Oktober. Ursprünglich war das Angebot nur für die Sommerferien gedacht, wegen der starken Nachfrage bleibt es nun dauerhaft im Programm.

Schärfere Regeln für Verbraucherkredite
Ab dem 20. November wird der Kauf auf Raten oder per Minikredit nicht mehr ganz so unkompliziert möglich sein. Dann gelten strengere Vorschriften auch für kleine und kurzfristige Kredite bis 200 Euro sowie für zinsfreie Zahlungsaufschübe. Anbieter müssen künftig genauer prüfen, ob Kunden die Rückzahlung stemmen können. Damit soll das Risiko von Überschuldung verringert werden.
Fristen bei der Lohnsteuerermäßigung
Beschäftigte mit hohen berufsbedingten Ausgaben, etwa durch lange Arbeitswege oder Weiterbildungen, können über eine Lohnsteuerermäßigung ihre monatliche Steuerbelastung senken. Die steuerliche Entlastung kommt dadurch früher, auch wenn sich die insgesamt zu zahlende Einkommensteuer nicht ändert. Für das laufende Jahr können Anträge noch bis zum 30. November beim Finanzamt eingereicht werden. Die Antragsphase für 2027 startet am 1. November.
Erste Weihnachtsmärkte öffnen
Obwohl das erste Adventswochenende diesmal erst auf den 28. und 29. November fällt, starten einige große Weihnachtsmärkte schon vorher. In Aachen und München geht es am 20. November los. Der Frankfurter Weihnachtsmarkt sowie der Markt am Berliner Gendarmenmarkt öffnen am 23. November. Der Dresdner Striezelmarkt beginnt am 25. November, der Nürnberger Christkindlesmarkt folgt am 27. November.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber