Politik

Steinmeier und Pavel beschwören ihre starke Allianz

Nach Jahren der Aussöhnung setzen Deutschland und Tschechien jetzt ein überraschend starkes Signal – aus aktuellem, brisantem Anlass.

22.05.2026, 11:42 Uhr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der tschechische Präsident Petr Pavel haben die heute engen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien hervorgehoben. Nach einem langen Prozess der Annäherung und Versöhnung seien beide Länder inzwischen eng verbunden. Vor dem Pfingsttreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft im tschechischen Brünn telefonierten die beiden Staatsoberhäupter miteinander.

In einer gemeinsamen Erklärung, die vom Bundespräsidialamt in Berlin veröffentlicht wurde, betonten sie, Deutschland und Tschechien verbinde inzwischen eine besonders enge und belastbare Partnerschaft. Beide Seiten unterstrichen zudem die Bedeutung des Versöhnungswegs, den sie nach einem schweren und schmerzhaften Abschnitt ihrer gemeinsamen Geschichte eingeschlagen hätten.

Sie verwiesen darauf, dass ihre Länder im Zeichen von gegenseitigem Respekt, Verständnis und Partnerschaft große Fortschritte gemacht hätten. Auch das bevorstehende Treffen in Brünn solle diesen Geist widerspiegeln.

Gemeinsame europäische Perspektive im Mittelpunkt

Nach Darstellung beider Präsidenten prägen heute vor allem die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Energie, Industrie, Innovation, Sicherheit und Verteidigung das bilaterale Verhältnis. Besonders wichtig sei dabei die gemeinsame europäische Perspektive beider Staaten. Diesen Kurs wolle man gemeinsam fortsetzen.

Steinmeier war während seiner Amtszeit bereits mehrfach in Tschechien zu Gast. Zudem nahm er nach Angaben aus Berlin eine Einladung von Pavel an, Prag im Laufe des Jahres erneut zu besuchen.

Belastete Geschichte von Krieg und Vertreibung

Deutschland und Tschechien teilen eine schwierige Vergangenheit. Im Zweiten Weltkrieg wurde die damalige Tschechoslowakei von deutschen Truppen besetzt und unterlag dem Terror des NS-Regimes. Nach Kriegsende wurden anschließend rund drei Millionen Sudetendeutsche aus dem Land vertrieben.

Das traditionelle Pfingsttreffen der Sudetendeutschen findet in diesem Jahr erstmals in Tschechien statt. Die Veranstaltung ist dort allerdings nicht unumstritten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen