Politik

Söder sicher: CDU steht geschlossen hinter Merz

Wackelt Merz schon jetzt? Söder und Wadephul verraten in München, was dem Kanzler in den nächsten Tagen wirklich droht.

15.09.2026, 13:37 Uhr

Söder sagt Merz Unterstützung im CDU-Präsidium zu

CSU-Chef Markus Söder erwartet, dass Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Sitzung des CDU-Präsidiums am Sonntagabend in Berlin breite Unterstützung erhält. Nach einer Kabinettssitzung in München sagte der bayerische Ministerpräsident, Deutschland dürfe in einer ohnehin unruhigen Zeit mit zusätzlichen Belastungen und hybriden Angriffen auf die Demokratie nicht ins Wanken geraten. Gerade jetzt seien Geschlossenheit, Stabilität und Kraft nötig – und dafür werde der Kanzler Rückhalt bekommen.

CDU-Spitze berät am Sonntag in Berlin

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um Merz hat der Kanzler für Sonntagabend zu einem formellen Treffen der Parteiführung in Berlin eingeladen. Dabei soll es nach Informationen aus Parteikreisen um die Ergebnisse der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sowie um die politischen Konsequenzen daraus gehen.

Die Abstimmungen gelten auch als wichtige Bewährungsprobe für den Kanzler. Beobachtet wird, ob Merz trotz wachsender Zweifel an seiner Autorität innerhalb der Partei im Amt bleiben kann. In diesem Zusammenhang gibt es Spekulationen über einen möglichen Vorstoß von CDU-Landeschefs gegen ihn. Merz selbst zeigt sich jedoch entschlossen, um seine Position zu kämpfen.

Wadephul sieht Koalition weiter handlungsfähig

Auch Außenminister Johann Wadephul äußerte sich zuversichtlich. Nach seiner Teilnahme an der bayerischen Kabinettssitzung sagte er, er sei überzeugt, dass die Koalition den gemeinsamen Willen habe, die schwierige Phase zu bewältigen und die anstehenden Reformvorhaben entschlossen umzusetzen.

Der CDU-Politiker betonte, nun komme es darauf an, die Arbeit zu machen. Die Bundesregierung werde die notwendigen Reformen unter Führung des Kanzlers voranbringen. Merz sei gewählt worden, sagte Wadephul, und er selbst unterstütze ihn ausdrücklich. Zugleich machte er deutlich, dass er weiterhin gerne im Kabinett des Bundeskanzlers mitarbeite und dies auch fortsetzen wolle.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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