Politik

Renten-Hammer: SPD drängt auf Extra-Rente für harte Jobs

Kommt doch noch die Renten-Wende? SPD drängt auf Österreich-Modell – für manche könnte der Ruhestand früher kommen.

05.08.2026, 14:09 Uhr

SPD fordert Härtefallregelung in der Rentendebatte

Die SPD drängt in der Diskussion über die Rente auf eine Sonderregelung für Beschäftigte, die über Jahre hinweg unter besonders belastenden Bedingungen gearbeitet haben. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, brachte dafür ein Modell nach österreichischem Vorbild ins Gespräch: die sogenannte Schwerarbeitspension.

In Österreich können Menschen früher in den Ruhestand gehen, wenn sie in Berufen mit hoher körperlicher oder psychischer Beanspruchung tätig waren. Dazu zählen unter anderem Nachtarbeit, Einsätze bei großer Hitze oder Kälte, Tätigkeiten mit chemischen Stoffen sowie schwere körperliche Arbeit.

Wiese betonte, dass viele Betroffene in Deutschland häufig nicht einmal die Möglichkeit hätten, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren in Anspruch zu nehmen, weil sie die Belastung bis dahin oft nicht durchhielten. Aus seiner Sicht braucht es daher eine eindeutig geregelte Härtefallklausel.

Hintergrund ist ein Vorschlag der Kommission zur Zukunft der Alterssicherung, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Die Führung der Koalition will diese Empfehlung vollständig übernehmen. Die Regelung ist weithin als „Rente mit 63“ bekannt, tatsächlich ist ein rentenfreier Ausstieg nach 45 Beitragsjahren inzwischen jedoch erst mit 64,5 Jahren möglich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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