Politik

So will die Regierung das Bafög umkrempeln

Mieten, Mensa, Supermarkt: Studieren wird immer teurer – jetzt plant die Regierung endlich den ersten Bafög-Schritt.

05.08.2026, 13:24 Uhr

Bundesregierung will Bafög-Reform kommende Woche ins Kabinett bringen

Nach längerer Verzögerung soll die Reform des Bafög in der nächsten Woche offiziell angestoßen werden. Wie ein Regierungssprecher in Berlin mitteilte, befasst sich das Bundeskabinett am 12. August mit den geplanten Änderungen. Mit einem Kabinettsbeschluss wäre das Vorhaben jedoch noch nicht abgeschlossen: Anschließend muss der Gesetzentwurf in den Bundestag, wo er in mehreren Lesungen beraten wird.

Studierende, die Bafög erhalten, sollen dann ab dem kommenden Sommersemester höhere Leistungen bekommen. Ursprünglich war vorgesehen, die im Bafög enthaltene Wohnkostenpauschale bereits zum bevorstehenden Wintersemester anzuheben. Wegen der angespannten Haushaltslage des Bundes wurde dieser Schritt jedoch um ein halbes Jahr verschoben.

Zum Wintersemester 2027/28 ist zudem eine Erhöhung des Grundbedarfs geplant. Die staatliche Ausbildungsförderung soll damit nach und nach auf das Niveau der Grundsicherung angehoben werden.

Das Bafög ist eine staatliche Unterstützung für Studierende sowie teilweise auch für Schülerinnen und Schüler. Es soll dazu beitragen, dass der Zugang zu Bildung weniger stark von der finanziellen Situation der Eltern abhängt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erhielten im Jahr 2024 rund 612.800 Menschen Bafög.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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