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Weniger MPU – Alkohol bleibt der große Treiber

Immer weniger MPU-Fälle – doch ausgerechnet dieser altbekannte Risiko-Faktor bleibt weiter der Hauptgrund für den „Idiotentest“.

05.08.2026, 13:53 Uhr

In Deutschland werden immer weniger medizinisch-psychologische Untersuchungen (MPU) durchgeführt. Die Tests betreffen Verkehrsteilnehmer, die durch Regelverstöße auffallen und andere im Straßenverkehr gefährden, etwa wegen Alkohol- oder Cannabismissbrauchs. Umgangssprachlich ist dabei oft vom „Idiotentest“ die Rede.

Wie die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) in Bergisch Gladbach bei Köln mitteilt, sank die Zahl der MPU im Jahr 2025 auf 70.135. Das entspricht einem Rückgang von fast sieben Prozent im Vergleich zu 2024. Bereits in den Jahren zuvor war die Zahl der Untersuchungen rückläufig.

Häufigster Grund für eine MPU blieb mit 44 Prozent auffälliger Alkoholkonsum. An zweiter Stelle lagen Fälle mit Bezug zu Drogen oder Medikamenten, die rund 21 Prozent ausmachten.

Bei den Ergebnissen zeigte sich kaum Veränderung: 58 Prozent der Begutachteten wurden als geeignet eingestuft, nach 56 Prozent im Vorjahr. 38 Prozent galten als ungeeignet; 2024 waren es 39 Prozent. Rund vier Prozent erhielten die Empfehlung, an einem Aufbaukurs teilzunehmen.

Der ADAC nennt mehrere mögliche Gründe für den Rückgang. Ein Sprecher erklärte, der Alkoholkonsum in der Gesellschaft gehe insgesamt zurück. Gleichzeitig sei das Bewusstsein für die Gefahren von Alkohol am Steuer gestiegen. Das zeige sich auch in den Unfallzahlen: Weniger Alkoholfahrten führten demnach folglich auch zu weniger Fällen, in denen eine MPU angeordnet werde.

Eine MPU wird in der Regel dann angeordnet, wenn Behörden von einem besonders hohen Risiko ausgehen, dass die betroffene Person im Straßenverkehr erneut auffällig werden könnte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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