Die Protestaktion von Tierrechtsaktivisten auf dem Anwesen des bayerischen Bauernpräsidenten Günther Felßner hat nun ein gerichtliches Nachspiel. Am 10. Juni startet in Nürnberg ein Prozess gegen sieben Beschuldigte. Ihnen wird gemeinschaftlicher Hausfriedensbruch vorgeworfen.
Nach Angaben der Gruppe „Animal Rebellion“ richtete sich die Aktion gegen eine mögliche Ernennung des CSU-Politikers zum Bundesagrarminister. Felßner zog seine Kandidatur später zurück. Im Anschluss wurde zudem bekannt, dass das Veterinäramt bei einer Kontrolle auf seinem Hof Mängel in der Tierhaltung festgestellt hatte, unter anderem bei Einstreu und Entmistung. Felßner erklärte, diese Probleme seien sofort beseitigt worden.
Verhandlung in Nürnberg wegen Platzmangels
Laut einer Sprecherin der Justiz sollen die Angeklagten am 24. März 2025 unbefugt Felßners Grundstück in Lauf an der Pegnitz betreten haben. Dort hätten sie Pyrotechnik eingesetzt und mit Bannern sowie Plakaten gegen aus ihrer Sicht tierschutzrelevante Missstände protestiert.
Zuständig ist eigentlich das Amtsgericht Hersbruck. Die Verhandlung wird jedoch aus Platzgründen im Justizgebäude in Nürnberg abgehalten.
Für das Verfahren sind zunächst zwei Termine vorgesehen: 10. und 17. Juni.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion