Politik

Prognose: Schülerzahl bricht in den 2030ern stark ein

Früher als gedacht: Schon ab 2029 schrumpfen Deutschlands Schulen – der Geburtenknick trifft härter als erwartet.

18.09.2026, 15:50 Uhr

Deutschland wird nach einer neuen Prognose der Länder im Jahr 2040 deutlich weniger Schülerinnen und Schüler haben als heute. Wie die Bildungsministerkonferenz in Berlin mitteilte, steigt die Zahl zunächst noch bis zum Ende des Jahrzehnts, bevor sie anschließend wieder sinkt.

Den Berechnungen zufolge wächst die Zahl der Kinder und Jugendlichen an allgemeinbildenden Schulen sowie Berufsschulen bis 2029 von rund 11,27 Millionen im Jahr 2025 auf etwa 11,54 Millionen. Danach setzt ein Rückgang ein. Für das Jahr 2040 geht die Modellrechnung von ungefähr 10,58 Millionen Schülerinnen und Schülern aus – das wären rund 694.000 weniger als 2025.

Zum Vergleich: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es zuletzt jährlich etwa 830.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler.

Der Höchststand wird nun bereits für 2029 erwartet und damit drei Jahre früher als in früheren Vorausschätzungen. Als wesentlicher Grund gelten vor allem die seit 2021 deutlich rückläufigen Geburtenzahlen.

Zugleich verweist die Bildungsministerkonferenz auf teils erhebliche regionale Unterschiede. Während einige Schulen schon jetzt sinkende Schülerzahlen verzeichnen, dürfte die Zahl andernorts noch mehrere Jahre weiter wachsen. Besonders stark fällt der erwartete Rückgang laut Prognose in den ostdeutschen Flächenländern aus: Dort könnten die Schülerzahlen bis 2040 um rund 21 Prozent sinken.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen