Politik

Nach Protesten: Söder feiert Polizei und Jugend

Krawalle in Köln und Frankfurt – doch Bayern bleibt ruhig. Was Markus Söder jetzt über Demos, Polizei und Gewalt sagt.

01.11.2026, 10:07 Uhr

Markus Söder (CSU) hat sich nach den Jugendprotesten in Bayern sowohl bei der Polizei als auch bei den größtenteils friedlichen Demonstrierenden bedankt. Vor dem Start zu einer mehrtägigen Reise in die arabische Region sagte der Ministerpräsident, die Nacht sei im Freistaat erfreulich ruhig geblieben. Als Grund nannte er vor allem den aus seiner Sicht starken und professionellen Einsatz der Polizei. Zugleich sprach er allen Dank aus, die friedlich demonstriert hätten.

Kein Raum für Gewalt

Söder erklärte, Polizei und Innenministerium hätten den Einsatz gründlich vorbereitet. Demonstrationen seien selbstverständlich erlaubt, machte er deutlich. Für Ausschreitungen und Gewalt gebe es jedoch keinen Platz. Wenn es zu Krawallen komme, werde der Freistaat konsequent eingreifen. Der Rechtsstaat müsse geschützt werden, deshalb sei der umfangreiche Polizeieinsatz notwendig und angemessen gewesen. Positiv sei, dass letztlich nichts Gravierendes passiert sei.

Tausende Menschen auf der Straße

Die Kundgebungen am Samstag verliefen in Bayern insgesamt weitgehend ruhig. In München nahmen nach Angaben der Polizei rund 5.000 Menschen an einer Demonstration teil, zu der die Initiative „Gen Z regelt“ aufgerufen hatte. Die Veranstaltung blieb überwiegend friedlich.

In Nürnberg zählten die Behörden etwa 2.000 Teilnehmende. Dort berichtete die Polizei allerdings auch von gewaltbereiten Personen. Einzelne sollen Flaschen, Steine und Böller auf Einsatzkräfte geworfen haben. Zudem wurde ein Demonstrant durch einen Böller verletzt. Nach dem Ende der Veranstaltung musste die Polizei mehrfach eingreifen, um teils gewaltsame Störungen zu verhindern.

Demonstrationen „Gen Z regelt“ - Nürnberg
In Nürnberg meldete die Polizei gewaltbereite Personen. Quelle: Pia Bayer/dpa

Aus Augsburg, Rosenheim und Regensburg wurden dagegen keine besonderen Zwischenfälle gemeldet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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