Merz weist SPD-Vorwürfe nach Bas-Rücktritt zurück
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Kritik aus der SPD im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas erneut entschieden zurückgewiesen. Nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung sagte Merz vor der Unionsfraktion im Bundestag, es handle sich bei einzelnen Anschuldigungen um "unlautere Behauptungen", die er nicht akzeptieren werde. Zugleich habe er Bas zunächst erneut sein Mitgefühl ausgesprochen und ihr für ihren Einsatz gedankt.
Bas hatte am Montag nach dem Tod ihrer Stieftochter ihren Rückzug als Arbeitsministerin sowie als SPD-Vorsitzende bekanntgegeben. In ihrer Erklärung beklagte sie dabei auch "öffentliche Angriffe" gegen ihre Person, die nach ihren Worten teilweise sogar aus den Reihen des Koalitionspartners gekommen seien.
SPD-Chef Lars Klingbeil bezeichnete diese Angriffe als "unanständig". Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach von "unmenschlichem" Verhalten.
Konkrete Beispiele für die kritisierten öffentlichen Attacken nannte die SPD-Führung jedoch bislang nicht. In der Union stoßen die Äußerungen dennoch auf deutliche Verärgerung. Ein Abgeordneter aus der Bundestagsfraktion forderte bereits, Schwesig solle sich für ihre Aussagen entschuldigen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber