Klingbeil weist Angriff auf Bas scharf zurück
SPD-Chef Lars Klingbeil hat mit deutlicher Empörung auf die Attacke aus der Union gegen seine Co-Parteivorsitzende Bärbel Bas reagiert. Bei einem Auftritt im niedersächsischen Celle sagte der Bundesfinanzminister und Vizekanzler, in der aktuellen schwierigen Lage müsse die Regierung zusammenstehen.
Kritik aus der Union sorgt für Ärger
Auslöser waren Aussagen von Christian von Stetten, dem Vorsitzenden des Parlamentskreises Mittelstand in der Unionsfraktion. Er hatte Bundesarbeitsministerin Bas in der "Bild" als "nicht mehr tragbar" bezeichnet und ihr vorgeworfen, seit Monaten notwendige Reformen zu behindern. Klingbeil nannte den CDU-Politiker zwar nicht direkt, verwies aber auf den entsprechenden Bericht.
Warnung vor Annäherung an die AfD
Zugleich richtete Klingbeil einen Appell an die CDU. Im Bundestag gebe es neben der Kooperation von Union und SPD rechnerisch auch eine andere Mehrheit aus Union und AfD. Genau das wolle er jedoch nicht, betonte er. Mit Blick auf Äußerungen wie jene aus der Union frage er sich deshalb, in welche Richtung sich Teile der CDU bewegten.
Appell an die demokratische Mitte
Klingbeil warf konservativen Kräften vor, sich mitunter nicht eindeutig genug von Rechtsextremen in Deutschland abzugrenzen. Gerade im Umgang mit der AfD sei es entscheidend, dass die demokratischen Parteien der Mitte geschlossen auftreten. Er wünsche sich daher von allen Beteiligten in Berlin, dass das Miteinander in der Koalition wieder besser funktioniere.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber