US-Präsident Donald Trump zufolge soll das im Iran bereits angereicherte Uran entweder in den USA oder an einem anderen Ort vernichtet werden. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der Republikaner, das Material solle entweder „sofort“ an die Vereinigten Staaten übergeben, dorthin gebracht und dort zerstört werden oder in Abstimmung mit Teheran vor Ort beziehungsweise anderswo beseitigt werden.
Trump erklärte zudem, der Vorgang solle von Fachleuten für Atomenergie überwacht werden. Dabei verwies er auf eine „Atomenergie-Kommission“. Zunächst blieb offen, ob er damit eine US-Behörde oder die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien meinte.
Unklar ist auch, ob Trumps Äußerungen bereits einen Stand laufender Verhandlungen über ein mögliches Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran widerspiegeln. Damit ist offen, ob es sich bislang um eine Forderung Washingtons handelt oder ob dieser Punkt bereits Teil einer Einigung sein könnte. Der Umgang mit rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran aus dem Iran gilt als einer der wichtigsten Streitpunkte in den Gesprächen. Trump hatte am Wochenende erklärt, ein Rahmenabkommen sei bereits „weitgehend“ ausgearbeitet.
Israel und die USA hatten am 28. Februar gemeinsam einen Krieg gegen den Iran begonnen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am Sonntag mit, er habe sich in einem Telefonat mit Trump am Vorabend darauf verständigt, dass ein endgültiges Abkommen mit dem Iran die nukleare Bedrohung vollständig beseitigen müsse. Dazu gehöre der Abbau iranischer Anlagen zur Urananreicherung sowie die Entfernung der Bestände an hochangereichertem Uran aus dem Land.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion