Nach Beginn einer neuen Angriffswelle des US-Militärs gegen Ziele im Iran berichten örtliche Medien von Explosionen in mehreren Teilen des Landes. Das US-Militär nannte zunächst keine angegriffenen Orte. Der iranische Staatssender Irib meldete jedoch Detonationen bei Sirik nahe der Straße von Hormus sowie in der Küstenstadt Bandar Abbas.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars kam es in der südlichen Provinz Hormusgan erneut zu Angriffen auf Brücken. Bereits in der Nacht zuvor habe das US-Militär dort Brücken und weitere zivile Infrastruktur ins Visier genommen, hieß es aus iranischen Quellen. Außenamtssprecher Ismail Baghai schrieb daraufhin auf X, die Bevölkerung des Iran sei nun noch entschlossener, seine Feinde die „verbrecherische Aggression bitter bereuen zu lassen“.
Bericht über brennende Tanker in der Straße von Hormus
Der regierungsnahe Sender Press TV berichtete in der Nacht unter Berufung auf die iranischen Revolutionsgarden, im Gebiet um die Stadt Buschehr sei eine US-Drohne abgeschossen worden. Zudem hieß es, zwei Öltanker stünden im südlichen Teil der Straße von Hormus in Brand. Eine unabhängige Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.
Später widersprach das zuständige Regionalkommando des US-Militärs den Darstellungen der Revolutionsgarden. Auf X teilte das Kommando mit, die Behauptungen, zwei Öltanker seien in der Straße von Hormus explodiert, seien falsch.
Der Iran betont weiterhin, die volle Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge zu haben, die für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Düngemitteln von großer Bedeutung ist.
Das US-Militär erklärte, mit den inzwischen in der siebten Nacht andauernden Angriffen im Iran sollten mögliche Attacken des Iran auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus verhindert werden. Ziel sei es außerdem, die militärischen Fähigkeiten des Iran weiter zu schwächen, teilte das US-Zentralkommando Centcom auf X mit.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber