Iran

Irans Außenminister nennt harte Bedingungen

Geheimes Signal aus Teheran? Iran legt neuen Plan vor – Gespräche mit den USA ja, aber nur zu harten Bedingungen.

02.05.2026, 05:15 Uhr

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat sich grundsätzlich offen für Verhandlungen über ein Ende des Kriegs mit den USA gezeigt. Voraussetzung sei jedoch, dass Washington seine Haltung ändere. Der staatstreue Sender Press TV zitierte ihn mit den Worten, Teheran sei bereit, den diplomatischen Weg weiterzugehen, sofern die USA von überzogenen Forderungen, drohender Rhetorik und provokativen Schritten abrückten.

Bereits am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna den Vermittlern in Pakistan einen neuen Vorschlag übermittelt hat. US-Präsident Donald Trump reagierte darauf jedoch ablehnend. Einzelheiten zu dem Vorstoß wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Trump erklärte am selben Tag in einem Schreiben an den US-Kongress die Kampfhandlungen im Iran für beendet. Die Waffenruhe gilt weiterhin, nachdem er sie einseitig und ohne Befristung verlängert hatte.

Schon in der vergangenen Woche hatte Teheran Bedingungen für ein Ende des Kriegs genannt. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim fordert der Iran unter anderem die sofortige Aufhebung der von den USA verhängten Seeblockade sowie eine neue rechtliche Regelung für die Straße von Hormus.

USA melden 45 gestoppte Schiffe

Die Gespräche über eine dauerhafte Lösung des Konflikts zwischen Washington und Teheran kommen seit Wochen kaum voran. Gleichzeitig wächst der wirtschaftliche Druck auf beiden Seiten. Der Iran hat die strategisch wichtige Straße von Hormus durch Drohungen sowie Angriffe auf Tanker und Frachtschiffe weitgehend unpassierbar gemacht.

Die USA wiederum setzen auf scharfe Sanktionen und eine Seeblockade, um dem Iran Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu entziehen. Nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom wurden im Rahmen dieser Blockade bislang 45 Schiffe gestoppt. Das teilte das Kommando auf der Plattform X mit.

Israel fordert Entfernung von hoch angereichertem Uran

Ein hochrangiger israelischer Militärvertreter sagte laut der Times of Israel, der jüngste Krieg wäre als schwerer Fehlschlag zu bewerten, falls Irans Bestand von mehr als 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran nicht außer Landes gebracht werde. Nach israelischer Darstellung könnte dieses Material bei weiterer Anreicherung für den Bau von elf Atombomben ausreichen. Der Iran weist seit Langem darauf hin, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken diene.

Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Washington verlangt nicht nur die Herausgabe des hoch angereicherten Urans, sondern auch das Ende des iranischen Atomprogramms. Zudem drängen die USA auf Beschränkungen für Teherans Entwicklung ballistischer Raketen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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