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«Ostfriesenkrimi» im ZDF: Wer metzelt drei Männer nieder?

Drei grausam zugerichtete Männer, keine klare Spur: Was verbindet die Opfer in Ostfrieslands verstörendstem Fall?

02.05.2026, 04:30 Uhr

Rückblick auf 2020: Mordserie in Ostfriesland trotz Reiseverbot

Während der Corona-Pandemie sind Urlauber in Ostfriesland eigentlich unerwünscht. In „Ostfriesensturm“, dem neuen ZDF-Krimi um Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen, wird jedoch ausgerechnet ein verbliebener Tourist tot entdeckt. Der Mann wurde auf brutale Weise zugerichtet: Nach einem gezielten tödlichen Stich in den Nacken wurde er verstümmelt. Kurz darauf gibt es zwei weitere Opfer, die ähnlich grausam sterben – eines im Zoo, eines an der Küste.

Die Verfilmung des Romans von Klaus-Peter Wolf läuft heute um 20.15 Uhr im ZDF und ist bereits in der Mediathek abrufbar.

Rätsel um die Tatmethode

Vor allem die Art der Tötung beschäftigt die Ermittler. Rupert (Barnaby Metschurat) ist überzeugt, dass eine Frau hinter den Verbrechen steckt. Ann Kathrin Klaasen (Picco von Groote) deutet die Inszenierung jedoch anders: Für sie erinnert das Vorgehen an Hinrichtungen der kalabrischen Mafia, bei denen Verräter als Warnung für andere öffentlich zur Schau gestellt werden.

Spur zu alten Verfehlungen und rechten Strukturen

Das erste Opfer, ein Lehrer, soll Jahre zuvor einer Schülerin unangemessen nahegekommen sein. Das zweite Opfer, Jakob Bauer, gilt als Rechtsextremer. Auch er hatte Kontakt zu derselben jungen Frau: Rena Köller (Paula Schramm), früher seine Studentin. Heute lebt sie in einer reinen Frauen-WG, die sich politisch gegen Rechts engagiert.

Aus dem Umfeld der WG kommt wenig Mitleid mit Bauer. Er sei ein Hetzer gewesen, heißt es. Doch dann wird bekannt, dass er zugleich als Informant für den Verfassungsschutz gearbeitet haben soll. Der Fall wird noch komplizierter, als sich zeigt, dass Bauer offenbar im Verborgenen an einer extremistischen Struktur arbeitete, die den Staat untergraben sollte. Damit wächst die Zahl denkbarer Motive deutlich.

Drittes Opfer mit Besonderheiten

Parallel dazu eskaliert ein Drama in der Nachbarschaft von Klaasen und Weller: Ein alkoholabhängiger Mann lässt zu, dass seine Frau von einem Freund sexuell bedrängt wird. Der gemeinsame Sohn Niklas erlebt die Übergriffe mit und tötet den Mann schließlich aus Verzweiflung.

Dann wird am Wasser eine weitere Leiche gefunden. Ermittlerin Jessi Jaminski (Sofie Eifertinger) berichtet, dass die Verstümmelung diesmal anders wirke. Klaasen erkennt ebenfalls Unterschiede: Das Opfer Uwe Spix wurde erdrosselt und nicht erstochen. Rupert kennt den Mann sogar – aus dem Milieu des sogenannten Porno-Karaoke.

Rupert rückt stärker in den Mittelpunkt

In dieser Folge bekommt Rupert mehr Raum als sonst, was Fans der Buchreihe freuen dürfte. Die oft nörgelnde, eigenwillige und leicht chaotische Figur besitzt in den Romanen längst Kultstatus und erhielt mit „Rupert Undercover“ sogar eine eigene Spin-off-Reihe.

In „Ostfriesensturm“ versteift sich Rupert auf die Theorie, dass eine oder mehrere Frauen gezielt Männer bestrafen. Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht: Die Frauen-WG um Rena Köller steht tatsächlich mit zwei der Opfer in Verbindung.

Klaasens Visionen bringen eine überraschende Wendung

Typisch für die Reihe ist, dass Ann Kathrin Klaasen immer wieder intuitive Eingebungen und visionäre Momente erlebt. Auch diesmal glaubt sie plötzlich, den Ablauf des dritten Mordes vor sich zu sehen.

Doch während sie versucht, die Zusammenhänge zu erfassen, wird sie von einem unbekannten Mann beobachtet. Von da an nimmt der Fall eine Richtung, die kaum vorhersehbar ist.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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