Die iranische Regierung sieht nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi derzeit keinen Anlass für ein Treffen mit Vertretern der USA. Dem Sender Al Jazeera sagte er, unter den aktuellen Bedingungen bestehe dafür keine Notwendigkeit. Die Position Teherans sei eindeutig, zugleich liefen Gespräche mit Vermittlern weiter.
Araghtschi bestätigte zudem, dass in Teheran ein Schreiben des US-Vizepräsidenten JD Vance geprüft worden sei. Er wertete den Vorstoß, den Weg für Gespräche und ein breiteres gegenseitiges Verständnis offen zu halten, grundsätzlich als positiv. Sollte Washington jedoch versuchen, Spannungen innerhalb des Irans zu schüren, wäre das aus seiner Sicht ein weiterer Fehler.
Wie das Wall Street Journal berichtet, lotet Vance mit seinem Brief an Mohsen Resai, den Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Möglichkeiten für mögliche Verhandlungen aus.
Dem Bericht zufolge will die US-Regierung klären, ob sich geplante Militärschläge gegen den Iran noch auf diplomatischem Weg verhindern lassen. Das US-Portal Axios meldete unter Berufung auf einen Regierungsvertreter, dass Vance Verhandlungen an die Bedingung knüpft, auch das iranische Atomprogramm einzubeziehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber